Deutliches Plus

Die Sporthilfe meldet gute Absatzzahlen.

Im vergangenen Jahr übten zahlreiche Philatelisten Kritik an der Grafik der Marken zugunsten der Sporthilfe, oftmals scharfe Kritik. Nichtsdestoweniger ist die Auflage des Satzes aber deutlich gestiegen. Wie die Sporthilfe heute mitteilte, betrugen die Erlöse aus dem Verkauf der Zuschlagsmarken im vergangenen Jahr 1,722 Millionen Euro. Bei einem Zuschlagsbetrag von 1,25 Euro pro Satz bedeutet dies rein rechnerisch eine Auflage von 1,3776 Millionen Sätzen. „Rein rechnerisch“, weil sich natürlich die vier Einzelwerte unterschiedlich gut verkauften. 2010 hatte die Sporthilfe nur 1,233 Millionen Euro aus dem Absatz der Zuschlagsmarken eingenommen, was einer rechnerischen Auflage von knapp einer Million Sätzen entsprach. Die umstrittenen Motive verkauften sich somit um gut ein Drittel besser als die kaum diskutierten Darstellungen des Vorjahres. Übrigens: Bei der DBZ-Wahl der schönsten Briefmarke 2011 belegte der Sporthilfe-Satz Platz neun, lag also im oberen Viertel.


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Verfasst von: Torsten Berndt

4 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Siegfried Huntemann at 16:24

    Liebe DBZ,

    dabei darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass zur Frauenfußball-WM ja ein Heftchen mit den Marken zusätzlich herausgegeben wurde. Wenn diese Auflage in dem Zuschlagserlös mit enthalten ist, wäre der Umsatz für den Satz wohl auf dem selben Niveau wie in den Vorjahren, vielleicht sogar noch etwas niedriger.

    • tb Author at 20:44

      Sehr geehrter Herr Huntemann,

      Danke für die Nachricht!

      Selbstverständlich fließt das Heftchen in die Erlösrechnung ein, dito die Ganzsachen mit Sporthilfe-Wertstempeln (2010 Messeganzsache Essen mit Sporthilfe-Wertstempel, 2011 keine Messeganzsache). Solange keine offiziellen Auflagen genannt werden, kann man nur rechnerische Annäherungen vornehmen. Ohnehin definiert der Wert mit der niedrigsten Verkaufsauflage die Gesamtauflage des Satzes. Das Heftchen erhöht die Auflagen der beiden Fußball-Werte zu 45 und 55 Cent. In der Vergangenheit erzielten Sporthilfe-Marken mit Fußball-Motiven bei gleichem Nennwert höhere Auflagen als Sporthilfe-Marken mit anderen Motiven. Die Annahme, dass die Turn- und die Hockey-Marke sehr viel schlechter abschneiden als die Fußball-Marken, ist wohl gerechtfertigt. Ich glaube aber nicht, dass allein das Heftchen den Zusatzerlös erklärt. Dann müsste es nämlich in hoher Stückzahl von Sammlern gekauft worden sein, die zudem ihr Kontingent an normalen Marken nicht verringert haben dürfen. Doch weshalb sollten sie das tun? Die Zahl der Sammler, die Heftchen oder Zusammendruckkombinationen zusammentragen, hält sich nach meiner Einschätzung ebenso in Grenzen wie die Zahl der Sammler, die Ganzsachen komplettieren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Torsten Berndt

  2. Siegfried Huntemann at 21:32

    Sehr geehrter Herr Berndt,

    vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich möchte meine These jedoch kurz untermauern. Je Heftchen wird ein Zuschlag von 1,80 € erlöst. Bei einem Verkauf von nur 300.000 Heftchen bedeutet das 540.000 € über den Zuschlagserlös der Bogenmarken hinaus. Unter Zugrundelegung dieser Annahme verbieb aus dem Satzverkauf ein Zuschlagserlös von 1,182 Millionen €, somit weniger als 2010. M.E. nicht unrealistisch.

    • tb Author at 21:50

      Sehr geehrter Herr Huntemann,

      Danke für die Erläuterung!

      Mit der Auflage 300.000 greifen Sie die 2009 bei Erscheinen des Leichtathletik-Heftchens vielfach genannte, von der Deutschen Post aber nie offiziell bestätigte Zahl auf. Damals dauerte der Abverkauf deutlich länger als beim Fußball-Heftchen. Meines Erachtens liegt die Auflage des Fußbal-Heftchens deutlich niedriger. Zugleich setzt Ihre Rechnung voraus, dass keine normalen Markenkäufe durch den Kauf der Heftchen ersetzt wurden, was wenig wahrscheinlich ist, da stets ein Teil der Auflage für Frankaturen verwendet wird. Abzüglich der Ersatzkäufe und abzüglich des Mindererlöses, der durch das Fehlen einer Messeganzsache 2011 entstanden ist, dürfte sich letztendlich ein Plus gegenüber 2010 ergeben. Durchaus möglich ist es allerdings, dass die Satzauflage geringer als 2010 ist, wenn beispielsweise zahlreiche Sammler, die das Heftchen gekauft haben, im Gegenzug weniger Marken zu 1,45 Euro erwarben (zwei Marken zu 55 + 25 Cent bringen der Sprthilfe weniger ein als eine Marke zu 1,45 Euro + 55 Cent). Die genante Satzauflage war ja, wie geschrieben, nur rein rechnerisch.

      Mit freundlichen Grüßen

      Torsten Berndt

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