Flugpionierin & Feministin: Amelia Earhart

„A ghost of aviation

She was swallowed by the sky

Or by the sea, like me

she had a dream to fly“

(aus Joni Mitchells Song „Amelia“

Heute vor 80 Jahren landete die amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart mit ihrer Lockheed 5B Vega auf einem Feld in der Nähe von Londonderry in Nordirland. Als erste Frau hatte sie soeben den Atlantik alleine und ohne Zwischenstopp überquert. Von Neufundland aus hatte sie 14 Stunden und 56 Minuten für die Strecke benötigt. Ebenfalls am 21. Mai, auf den Tag genau fünf Jahre vorher, war Charles Lindbergh nach der ersten Alleinüberquerung des Atlantiks mit seiner „Spirit of St. Louis“ nach 33 Stunden von New York aus in Paris gelandet.

Charles Lindbergh auf Briefmarke der USA

Earhart war schon vor ihrem Alleinflug berühmt geworden, denn bereits im Jahre 1928 hatte sie als erste Frau den Atlantik überflogen, damals allerdings lediglich als Passagier, was dennoch eine Sensation darstellte. Sie wurde als Heldin gefeiert, zur „Frau des Jahres“ gewählt, als erste Frau mit dem „Distinguished Flying Cross” ausgezeichnet und in kurzer Zeit zu einem Idol der jungen amerikanischen Frauen. Unermüdlich setzte sich Earhart für feministische Ziele ein und nutzte ihre Popularität, um das traditionelle Erziehungssystem zu kritisieren, das „die Menschen weiterhin nach ihrem Geschlecht einteilt“. Weiterhin betonte sie immer wieder, dass sie mit ihren Rekordflügen beweisen wolle, dass Frauen zu technischen Höchstleistungen in der Lage seien. Auch setzte sie sich stark dafür ein, dass Frauen zum Studium an technischen Hochschulen zugelassen werden sollten. Vor 75 Jahren, am 21. Mai 1937, startete sie in Miami schließlich zu ihrem letzten Flug.

Amelia Earhart auf serbischer BriefmarkeAls erster Mensch wollte sie die Erde am Äquator umrunden. Am 2. Juli startete sie, nachdem sie bereits drei Viertel der Strecke zurückgelegt hatte, von Neuguinea aus, um das letzte Stück, den Pazifik, hinter sich zu bringen. Ziel war die Howlandinsel, auf der ein Zwischenstopp geplant geplant war. Gegen 8:40 Uhr Ortszeit setzte ihr Navigator einen letzten Funkspruch ab, seitdem fehlt von ihre jede Spur. Das Flugzeugwrack wurde trotz der bis dahin größten Suchaktion in der Geschichte der Luftfahrt nie gefunden. Am 5. Januar 1939 wurde sie schließlich als „verschollen, vermutlich tot“ erklärt. An Amelia Earhart und ihre Leistungen erinnern Briefmarken aus mehreren Ländern, einige Filme und etliche Lieder.


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Verfasst von: Udo Angerstein

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