Morgen neu: DBZ 17/2012 – mit großem Gewinnspiel

„Österreicherinnen in Liechtenstein“ – nun, Philatelisten wissen natürlich sofort, was es mit den kaiserlichen Vorläufern auf sich hat. Erst nach dem Zusammenbruch der Doppelmonarchie suchte die Liechtensteiner Regierung die Zusammenarbeit mit der Schweiz. Zuvor kooperierte das Fürstentum mit Österreich, unter anderem im Postwesen. Bis 1912 wurden in Liechtenstein ausschließlich Ausgaben Österreichs verkauft und verwendet. An Stempeln mit Liechtensteiner Ortsnamen erkennt man die vielfach raren Stücke, auf die Michael Burzan im Titelthema aufmerksam macht.
Zu den modernen Seltenheiten gehört eine Portocard Individuell, die Haribo bei der Deutschen Post in Auftrag gegeben hat. Im Online-Shop des Süßwarenherstellers ist die Karte, die zum 90. Geburtstag des Goldbären erschien, nicht mehr erhältlich. DBZ-Leser bekommen die Chance, eine Karte zu gewinnen. Haribo stellte uns für ein Gewinnspiel 50 Exemplare zur Verfügung.
Doch damit nicht genug der Seltenheiten. Die letzten Postkarten des Saarlandes gehören gebraucht zu den gesuchten Stücken. Mitunter nennt der Michel nicht einmal einen Gestempelt-Preis, weil das Angebot für eine seriöse Notierung zu gering ist. Michael Burzan stellt in einer weiteren Folge seiner kleinen Serie „Heuss mit ‚F‘“ die gar nicht mehr so modernen Raritäten vor. Etwas älteren Datums sind die bayerischen Marken „Luitpold mit ‚E‘“, die manche Besonderheit bieten, wie Michael Burzan zu berichten weiß.
Auch die Stempelkunde wartet mit zahlreichen Seltenheiten auf. Zu ihnen gehören Hamburger und Berliner Belege mit dem weltweit ersten Maschinenstempel. Nicht nur Stempel-Spezialisten, sondern auch Sammler der Marken Hamburgs, Preußens und des Norddeutschen Postbezirks widmen sich heute den Hinrichsen-Stempeln. Eberhard Cölle präsentiert uns drei besondere Belege aus der Zeit. Schließlich unternehmen wir einen Ausflug in ein benachbartes Sammelgebiet, die Philokartie. Die Mitglieder der Wiener Werkstätte versuchten, Kunst zu popularisieren, unter anderem mit attraktiv gestalteten Ansichtskarten. Das Vorhaben gelang; nicht nur in Wien nahmen die Bürger die Objekte an. Populär und elitär müssen kein Gegensatz sein.
Das belegen auch Ausgaben der Gegenwart. Schauen Sie sich beispielsweise einmal den Satz „Veteranenfahrzeuge“ an, den Liechtenstein am 3. September vorlegt. Die Marken zeigen nicht etwa Fotos der zwischen 1908 und 1920 gebauten Wagen, sondern Ölgemälde des kanadischen Malers Mark Heine. Des Weiteren stellt Herbert Judmaier, langjähriger DBZ-Korrespondent für den Alpenraum, einen neuen Liechtensteiner Block mit Motiven des Cartoonisten Oskar Weiss vor. Österreich präsentiert Kinderzeichnungen – auf einer Marke zugunsten der Jugendphilatelie, die Herbert Judmaier zeigt, und auf Münzen, auf die uns Walter Köcher aufmerksam macht. Helmut Caspar beginnt derweil auf seiner Numismatik-Seite eine zweiteilige Serie zu Mode auf Münzen.
Dass uns auch die Gegenwart postgeschichtlich aussagekräftige Belege beschert, beweisen Peter Fischer und Hans-Jürgen Tast. Fischer wandte sich Stücken privater Postdienste zu, Briefen, die mit Briefmarken freigemacht und auf dem weiteren Transportweg zerstört wurden. Tast schaute sich in Kroatien um und erinnert an die Anfänge der Postautomation noch zu Zeiten Jugoslawiens. In das Jahr 1965 zurück blickt Alfred Peter, der die MPF-Akten zu einer Ausgabe mit Porträts prominenter Persönlichkeiten studierte.
Ab morgen liegt Heft 17/2012 Ihrer DBZ im Bahnhofsbuchhandel aus. Abonnenten haben das Heft bereits erhalten. Sie genießen zudem einen deutlichen Preisvorteil. Statt 3,50 zahlen sie nur 2,60 Euro pro Ausgabe.


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Verfasst von: Torsten Berndt

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