Vom Wesen des Christentums

Ludwig Feuerbach auf Briefmarke zum 200. Geburtstag im Jahre 2004„Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit.“
(Ludwig Feuerbach)

Heute jährt sich zum 140. Mal der Todestag des Philosophen Ludwig Feuerbach. Geboren am 28. Juli 1804 in Landshut, beschäftigte er sich schon während seiner Gymnasialzeit intensiv mit theologischen Themen. Ab 1823 studierte er in Heidelberg Theologie, 1824 ging er nach Berlin, wo er zur Philosophie wechselte und sämtliche Vorlesungen von Hegel hörte. Im Juni 1828 promovierte er in Philosophie, am Ende desselben Jahres folgte die Habilitation, woraufhin er Privatdozent für Philosophie in Erlangen wurde.

Durch seine anonym verfassten „Gedanken über Tod und Unsterblichkeit“ verbaute er sich allerdings eine akademische Karriere. Sie erschienen 1830 kurz nach dem Ausbruch der Unruhen, die im Gefolge der Pariser Julirevolution auch Deutschland erschütterten und schließlich im Hambacher Fest mündeten. Wegen ihres religionskritischen Inhalts wurde die Schrift sofort verboten und der Verfasser polizeilich ermittelt. Feuerbachs Themen waren vor allem die Philosophiegeschichte und die Religionskritik, der er sich mit besonderem Eifer widmete: „Die Katholiken und Protestanten haben, vom Staate unangefochten, Religionsfreiheit, d.h. Freiheit von der Vernunft, von den Gesetzen der Humanität, die Freiheit, durch Missionen dem Volke den Verstand aus dem Kopfe und das Geld aus dem Beutel zu nehmen.“

Zu Feuerbachs Schriften gehören bedeutende philosophiegeschichtliche Werke über Gottfried Wilhelm Leibnitz  sowie das geradezu als umwälzend angesehene „Wesen des Christentums“, die „Vorläufigen Thesen zur Reformation der Philosophie“ und die „Grundsätze der Philosophie der Zukunft“. Besonderen Einfluss hatte Feuerbachs Werk auf Karl Marx und Friedrich Nietzsche.


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Verfasst von: Udo Angerstein

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