Erfolg auf ganzer Linie

IPHLA 2012 Mainz

Johannes Gutenberg wäre mit der IPHLA zufrieden gewesen.

Das Urteil fiel fast einstimmig aus: Eine rundum gelungene Veranstaltung. Aussteller aus allen Bereichen der Philatelie zeigten sich zufrieden mit der Weltliteraturausstellung IPHLA, die am Wochenende in Mainz stattfand.
Drei Tage stand das Rathaus der Landeshauptstadt im Zeichen der Philatelie im Allgemeinen und der philatelistischen Literatur im Speziellen. Die Ausstellung dürfte in die Geschichtsbücher der Philatelie eingehen, nicht nur der puren Masse von rund 600 Literaturexponaten wegen. Fast alle lagen in der Bibliothek zum Studium aus. Daneben gelang es den Veranstaltern, eine große Zahl historischer Veröffentlichungen auszustellen. Die erstmals öffentlich gezeigte „Sammlung Erivan“ – das Buch dazu besprachen wir in Heft 6/2012 Ihrer DBZ – zog die Besucher ebenso an wie die Sonderausstellung der Motivgruppe Papier & Druck, die auf der IPHLA ihren 50. Gründungstag feierlich beging.
Mehr als 25 Arbeitsgemeinschaften informierten über Sammelgebiete vom Alliierten Kontrollrat bis Ungarn, die wichtigsten philatelistischen Bibliotheken stellten ihre Angebote vor, und verschiedene Fachhändler präsentierten attraktive Angebote aus verschiedensten Bereichen. Das Auktionshaus Heinrich Köhler veranstaltete eine äußerst erfolgreiche Literatur-Sonderauktion, das Auktionshaus Schwanke informierte über seine bevorstehende Versteigerung, zu der eine Literatur-Sonderauktion gehört. Wie der Berichterstatter erfreut beobachten konnte, pflegen die Geschäftsführer beider Häuser freundschaftlich-kollegiale Kontakte. Höchst aktiv engagierten sich auch die Auktionshäuser Felzmann und Loth auf der IPHLA. Weitere Auktionatoren besuchten die Veranstaltung, zum Beispiel Christoph Gärtner.
Die Bewertungen der Jury spiegelten stark die postgeschichtliche Ausrichtung des Reglements. Gut lässt sich dies am Beispiel der Fachzeitschriften erkennen. Punkte gab es vor allem für Artikel, in denen die postgeschichtlichen Hintergründe vertieft behandelt werden. Ein hoher Grad der Aktualität und eine umfangreiche Berichterstattung über Neuausgaben und Stempel machten sich auf den Bewertungsbogen dagegen kaum bemerkbar. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Michel-Rundschau nur 72 Punkte und damit Großsilber erhielt? Welche Arbeit in den Katalognachträgen steckt, kann die DBZ-Redaktion bestens nachvollziehen, wissen wir doch genau, welchen geringen Stellenwert die Philatelie inzwischen bei den meisten Postunternehmen hat und wie spärlich demzufolge die Informationen fließen.
Die DBZ erzielte 80 Punkte. Das bedeutet im Rang 1 Großvermeil. Gemeinsam mit der Deutschen Briefmarken-Revue liegt die DBZ damit an der Spitze der frei verkäuflichen deutschen Fachzeitschriften. Der Briefmarken Spiegel nahm mit 75 Punkten eine Vermeil-Medaille entgegen. Klassensieger wurde mit 91 Punkten – Großgold – The London Philatelist, eine Zeitschrift mit erstklassiger postgeschichtlicher, indessen äußerst geringer aktueller Berichterstattung.
Einen großen Erfolg konnte die Bundesstelle für philatelistische Jugend- und Bildungsarbeit des BDPh feiern. In einem erstmals ausgetragenen Wettbwerb um das beste Konzept für die Arbeit für den und mit dem philatelistischen Nachwuchs gewann sie Gold. Das Urteil der hochrangig besetzten Jury fiel einstimmig. Die Jugendarbeit ist somit auf einem guten Weg – ein weiteres positives Resümee der IPHLA.


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Verfasst von: Torsten Berndt

4 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Frank Walter at 19:20

    Glückwunsch zum Erfolg für die DBZ.
    Danke auch für die gute Einschätzung der Gesamtlage, die ich gerne teile.
    Beste Grüße aus Berlin,
    Frank Walter

    Bitte setzen Sie mich auf den Verteiler für die tagesaktuellen news der DBZ.

    • ua at 10:28

      Vielen Dank. Auf den Verteiler können Sie sich auch recht einfach selbst setzen: Rechts auf der Seite unter dem Menüpunkt „DBZ-Kanäle“ auf „Artikel als RSS abrufen“ klicken. Viele Grüße, ua

  2. Anton Hofmeister at 22:07

    Hallo, Sie schreiben, dass die DBZ zusammen mit der Deutschen Briefmarkenrevue an der Spitze steht. Auf der Website der Deutschen Briefmarkenrevue steht aber nichts von der DBZ. Was ist richtig?

    • tb Author at 8:11

      Sehr geehrter Herr Hofmeister,

      beides ist richtig.

      Die DBZ hat ehrlich berichtet, dass sie wie die Deutsche Briefmarken-Revue 80 Punkte und damit Großvermeil erzielt hat.

      Die Deutsche Briefmarken-Revue hat formal korrekt berichtet, dass sie die höchste Bewertung einer „MONATS-Fachzeitschrift“ (Hervorhebung: tb) erzielt hat.

      Mit freundlichen Grüßen

      Torsten Berndt

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