Der autodidaktische Architekt

Briefmarke zum 250. Geburtstag von Carl Gotthard Langhans 1982Heute vor 280 Jahren wurde im schlesischen Landeshut der Architekt Carl Gotthard Langhans geboren. Langhans gilt heute als Wegbereiter des Klassizismus in der deutschen Architektur – obwohl er niemals Architektur studiert hatte. Ab 1753 studierte er in Halle Jura, Mathematik und Sprachen und beschäftigte sich offensichtlich nebenbei autodidaktisch mit dem Thema Architektur. Ein Entwurf für eine Kirche in Glogau brachte ihm erste Anerkennung und 1764 fand er eine Anstellung als Bauinspektor beim Fürsten von Hatzfeld, der ihn mit dem Wiederaufbau seines Breslauer Stadtpalais betraute.

1775 wurde Langhans von König Friedrich II. zum Kriegs- und Oberbaurat für Schlesien ernannt, wodurch ihm nun nahezu alle Bereiche des öffentlich finanzierten Bauwesens unterstanden. Darüber hinaus entstanden in Schlesien zahlreiche Kirchenbauten nach seinen Plänen. Langhans unternahm etliche Studienreisen, die ihn nach Italien, Österreich, Frankreich, England und die Niederlande führten und seinen Baustil maßgeblich beeinflussten. 1788 schließlich wurde er von Friedrich Wilhelm II. zum Direktor des neu gegründeten preußischen Oberhofbauamtes in Berlin ernannt. Dadurch unterlagen nun alle öffentlichen Bauvorhaben in Preußen seiner Einflussnahme.

Langhans starb am 1. Oktober 1808 bei Breslau. Sein bekanntestes Bauwerk steht mitten in Berlin und erschien im Jahr 2007 auf einer deutschen Briefmarke. Wie heißt dieses Gebäude?


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Verfasst von: Udo Angerstein

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