Puppenkiste im Flimmerkasten

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer aus der Augsburger Puppenkiste auf deutscher Briefmarke 2001Heute vor 60 Jahren flimmerte die erste Sendung der „Augsburger Puppenkiste“ über die bundesdeutschen Fernsehbildschirme: „Peter und der Wolf“ wurde wegen fehlender Aufzeichnungsmöglichkeiten live aus dem Bunker des NWDR in Hamburg übertragen. Sein erstes Marionettentheater hatte Walter Oehmichen, der Gründer der „Augsburger Puppenkiste“ bereits im Jahr 1943 eröffnet, am 26. Februar 1944 fiel es jedoch einem Bombenangriff zum Opfer. Glücklicherweise waren die Puppen erhalten geblieben, sodass Oehmichen bereits am 26. Februar 1948 mit seiner „Augsburger Puppenkiste“ starten konnte.

Die Fernsehübertragung machte das Theater über Augsburg hinaus bekannt, die Stücke taten ein Übriges: „Die Muminfamilie“ und „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ begeisterten, seinerzeit noch in Schwarzweiß, die Zuschauer. Sendungen für Kinder waren seinerzeit rar gesät, und diese begeisterten Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Ab 1967 wurden dann bereits Fernsehfilme in Farbe produziert und der „Räuber Hotzenplotz“ und „Urmel aus dem Eis“ wurden nun auch als Puppen zu Fernsehstars. Die „Augsburger Puppenkiste“ wird mittlerweile in dritter Familiengeneration weiter geführt, die Aufführungen sind stets ausverkauft, die Klassiker erfreuen sich auch auf DVD großer Beliebtheit. „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ erschienen im Jahre 2001 auf einer deutschen Briefmarke „Für die Jugend“, und die Augsburger Privatpost „Logistic-Mail-Factory“ brachte 2007 einen Schmuckbogen zum Thema „Augsburger Puppenkiste“ heraus, der dort auch heute noch bestellbar ist.

Augsburger-Puppenkiste-Briefmarkenbogen

 


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Verfasst von: Udo Angerstein

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