Morgen neu: DBZ 9/2014

DBZ 9/2014 TitelACHTUNG – wegen des Karfreitags erscheint die DBZ 9/2014 etwas früher als üblich, am Donnerstag statt am Freitag.
Unser Titelthema spielt in der Niederlausitz. Nach dem Kriegsende verkaufte die Post in Großräschen handschriftlich hergestellte Provisorien. Diese zu erforschen, gehört zu den großen Aufgaben der modernen Postgeschichtsforschung. Peter Neugebauer, unterstützt von Gregor Pötzsch von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Notmaßnahmen ab 1945, präsentiert die aktuellen Erkenntnisse einer Ausgabe mit bis zu zehn Handschriften.
Reichlich Forschungsmaterial bieten auch die diversen Aufkleber, die Postverwaltungen seit jeher verwendeten. Kurze Zeit gab es zum Beispiel orangerote Klebezettel für durch Eilboten zugestellte Sendungen. Peter Fischer stellt sie vor. Seine Basiswissen-Seite widmet er einem französischen Postbeamten namens Potiquet.
Ein spannendes Thema behandelt Günter Clemens, der auf die Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik zurückblickt. Vor 100 Jahren waren in Leipzig unter anderem mehr als 10.000 Philatelie-Bücher zu sehen. Clemens zeigt vor allem Ansichtskarten zur Ausstellung. Die Buchbesprechungsseite widmen wir unter anderem Friedrich dem Großen, der Göttinger Postgeschichte und einem Band, der Wertmarken und andere Dokumente aus finsterster Zeit vorstellt.
Der Schweizer Klassik wandte sich Michael Burzan in einem Sonderartikel zu, in dem er unter anderem auf Ausgaben hinweist, die auch für Sammler mit durchschnittlich gefülltem Geldbeutel attraktiv sind. Des Weiteren schließt er seine Serie zu den Schweizer Flugmarken ab und stellt eine heimliche Dauermarke vor, die Immanuel Kant porträtierte.
Ein Porträt Cäsars sehen wir auf einer französischen Gedenkmarke. Sie würdigte die Entdeckung der rund 2000 Jahre alten Büste. In einem in der Rhône gesunkenen Schiff überdauerte sie die Zeiten, wie Dietrich Ecklebe zu berichten weiß. In einem weiteren Artikel stellt er eine Gemeinschaftsausgabe Maltas und Israels zu Ehren des Johanniter-Ordens vor.
Französische Automatenmarken sind Thema Hans-Jürgen Tasts, derweil Jacky Stoltz auf der Luftpost-Seite auf bevorstehende Aktivitäten verschiedener Fluggesellschaften aufmerksam macht. Max Koesling hofft, dass antarktische Postmeister beim Stempeln polarpostalischer Belege keine kalten Füße bekommen, Alfred Peter erinnert daran, wie der Metereologische Dienst zu seiner Ausgabe aus dem in der DDR weniger mit Studenten denn mit dem Prager Frühling verbundenen Jahr 1968 kam. Ein Porträt Bodo Broschats, verfasst von Numismatik-Experte Helmut Caspar, würdigt einen der wichtigsten Münzgestalter der Gegenwart.
Der Blick nach Essen rundet das Heft schließlich ab. Dort findet bekanntlich Anfang Mai die Internationale Briefmarken-Messe statt. Im Mittelpunkt stehen die BDPh-Akademie für Sammler und die Deutschen Meisterschaften der Thematischen Philatelie.
Ab morgen ist die Ausgabe im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Abonnenten liegt es bereits vor. Sie sind schneller informiert und sparen pro Heft einen Euro gegenüber dem Preis im Einzelverkauf.


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Verfasst von: Torsten Berndt

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