Mal Niederwild, mal Waldbrandschutz

Was nicht im Katalog steht – Informationen aus den Akten und der Entwurfssammlung des Postministeriums der DDR

Konkurrenzentwurf zur Ausgabe "Niederwild", 1968, 20 Pfennig, MiNr. 1359Die Ausgabe „Geschützte Vögel“ (MiNr. 1272-1277) war noch nicht erschienen, da wandte sich der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Forstwirtschaft beim Landwirtschaftsrat der DDR, Generalforstmeister Horst Heidrich, am 13. Dezember 1966 erneut an das MPF. Eingangs bedankte er sich für die Verwirklichung seines Vorschlages. Er sei überzeugt, dass diese Briefmarken mit dazu beitragen, die Bedeutung des Naturschutzes in der DDR herauszustellen. Zugleich unterbreitete er einen Vorschlag für eine Serie im Jahr 1968, und zwar „Jagdbare Tiere“. Als Motive nannte er jeweils sechs Tierarten zum einen für das volkswirtschaftlich wichtige jagdbare Schalenwild und zum anderen für das Niederwild.

Konkurrenzentwurf zur Ausgabe "Niederwild", 1968, 30 Pfennig, MiNr. 1361Das MPF konnte zu diesem Vorschlag noch keine endgültige Entscheidung mitteilen, da der Emissionsplan 1968 erst Ende des II. Quartals 1967 beraten werde. Bis dahin bitte man um Geduld. Nachdem entschieden worden war, eine aus sechs Einzelwerten bestehende Serie „Jagdbare Tiere“ in den Plan aufzunehmen, fand am 25. Juli 1967 die Auftragsvergabe an die Grafiker statt. Vorgesehen waren Horst Naumann, Johannes Breitmeier, Axel Bengs und Erik Mailick. Als Motive wurden vorgeschlagen: Fasanenhahn und Henne, Rebhuhnpaar, Stockentenpaar, Graugans und Weibchen, Ringeltaube und Weibchen, Hasen. Termin für die Abgabe der Entwürfe war der 4. September 1967.

Konkurrenzentwurf zur Ausgabe "Niederwild", 1968, 15 Pfennig, MiNr. 1358

Bereits am Tag darauf fand die Sitzung der Kommission zur Beurteilung von Postwertzeichen statt. Dabei erläuterte Erik Mailick, dass er einen dunkelgrauen Fond gewählt habe, damit sich die Farben der Tierebesser abheben. Er schlug vor, den Hasen aus der Serie herauszunehmen, damit einheitlich Vögel dargestellt werden. Nach der Ansicht von Horst Naumann würden sich die Pastellfarben der Tiere besser von einem weißen Grund abheben. Axel Bengs hatte zur besseren Unterscheidung der Wertstufen leichte Fondfarben verwendet und sich bemüht, die Darstellung aus dem Lebensraum der Tiere zu ergänzen. Johannes Breitmeier verwandte ebenfalls einen leichten Fond und bildete jeweils männliche und weibliche Tiere ab. In der Diskussion entschied sich die Mehrheit für…

Den kompletten Artikel von Alfred Peter lesen Sie in der DBZ 19 /2014, die Sie aktuell im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Haben Sie schon einmal über ein Abonnement nachgedacht?


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Verfasst von: Udo Angerstein

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