Eine vergehende Kunstform?

Eine vergehende Kunstform?

logoAls „Visitenkarten, die die großen Staaten in den Kinderstuben abgeben“ hat Walter Benjamin Briefmarken einmal bezeichnet. In den politisch und wirtschaftlich unruhigen 1920er Jahren wurde die Briefmarkengestaltung als Schauplatz politischer Ikonographie heiß diskutiert. In den letzten Jahren hat die kleinste aller grafischen Kunstformen jedoch einen kulturellen Bedeutungsverlust erlitten und kämpft angesichts der Durchsetzung elektronischer Post ums Überleben. In seinem Vortrag „Die Briefmarke. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf eine vergehende Kunstform“ fragt Dr. Dirk Naguschweski danach, ob Walter Benjamin Recht hatte, als er schrieb: „Bald wird es keine Marken mehr geben. Sie waren eine Schöpfung des 19ten Jahrhunderts.“

Der Vortrag im Museum für Kommunikation Berlin findet am 14. Oktober um 18.30 Uhr statt, der Eintritt ist frei.


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Verfasst von: Udo Angerstein

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