Morgen neu: Deutsche Briefmarken Zeitung 6/2015

DBZ 6-2015Eine Reise durch die ganze Welt können die Leser der neuen DBZ unternehmen: von Südamerika in die Antarktis, von der Südsee über Österreich bis nach Deutschland.

Los geht es im Norden Südamerika. Dort wurde die Kolonie Französisch-Guyana 1930 aufgeteilt. Die ursprüngliche Kolonie wurde auf einen Küstenstreifen reduziert und nach einem Grenzflüsschen „Territorium von Inini“ genannt. Dieses philatelistisch überschaubare Gebiet stellt Dr. Bernhard Jankowsky vor. Und wer sich mit Inini beschäftigt, kann durchaus gewinnen, denn für gestempelte Marken verlangt der Handel zum Teil Fantasiepreise.
Von Südamerika geht es noch weiter in den Süden. In die südlichste Stadt der Welt, nach Ushuaia im argentinischen Feuerland, ist DBZ-Autor Max Koesling vor einigen Wochen gereist und er verleiht der Polarpost diesmal mit seinem Reisebericht einen sehr persönlichen Anstrich.
Von Südamerika führt der philatelistische Weg in die Südsee. Paul Gauguin hat sich mit seinen Bildern aus dem paradiesischen Inselreich verewigt und er wurde weit verbreitet: Von seinen Gemälden sind 123 auf Marken erschienen. Prof. Hubert Meinel reist mit Gauguin um die Welt.
Weit in der Welt herumgekommen ist auch die Sammlerpost, die von der Lufthansa in Verbindung mit den Flügen des deutschen Weltmeisterteams transportiert und mit einem „Fanhansa“-Stempel versehen wurden. Jacky Stoltz hat die Flugreisen der Briefe verfolgt und präsentiert schöne Belege.
Nicht ganz so weit in die Ferne aber doch zum Teil hunderte Kilometer innerhalb Deutschlands mussten Sammler für die Werbemarken zur Verkehrsausstellung 1925 in München reisen. Die begehrten Sammlerstücke in Grün und Rot wurden zuerst nur in Bayern und Berlin, später in Stuttgart ausgegeben, wie Michael Burzan erläutert.
Einige Jahre später brach eine der dunkelsten Zeiten der Geschichte an: In der zweiten Folge der Reihe der Postalischen Dokumente aus Auschwitz zeigt Claus Geißler Dokumente aus dem Ort des Sterbens.
Neuheiten aus aller Welt und dabei ausführlich aus Österreich und Luxemburg sowie neue Sonderstempel werden in Wort und Bild vorgestellt. Von Automatenmarken aus Großbritannien und dem „Post & Go“-Club hat Hans-Jürgen Tast Neues zu berichten.
In neuere Welten taucht Peter Fischer ein, der die Frage „Was sind QR-Codes?“ beantwortet. Der Autor präsentiert eine Verbindung von moderner Technik der Smartphones und der Briefmarke. Aus dem 21. Jahrhundert geht der Autor zurück in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts, als Rautenwasserzeichen verwendet wurden. Mit hübschen Mustern illustriert er dieses Thema.
Die Postgeschichte ist unter anderem mit dem 18. Jahrhundert vertreten: Notmünzen aus Kanonenbronze setzte die Hansestadt Wismar 1715 ein, um den Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Schweden nachzukommen. Auch Gegenstempel auf vorhandenem Silbergeld wurden „bey verspürtem abgange und mangel des bahren Geldes“ eingesetzt. Helmut Caspar hat sich dieses spannende Thema vorgenommen und verweist auf Münzfälschungen aus vergangenen Jahrhunderten in Wismar.
Briefmarken in der DDR waren Chefsache. Während die Vorbereitung der Postwertzeichen zum SED-Parteitag 1971 allerdings relativ problemlos ablief, wurde sehr viel mehr Aufwand mit der Emission zum 100. Jahrestag der Proklamation der Pariser Kommune betrieben, wie Alfred Peter in den Akten und Entwurfssammlung des Postministeriums der DDR nachlesen konnte.
Wer sein Leben lang gesammelt und sorgfältig gehegt hat, sollte sein Gut rechtzeitig schützen. Denn wertvolle Sammlungen können in Gefahr sein, wenn Sammler nicht mehr selbst bestimmen können, was mit ihren Schätzen geschehen soll. Wertvolle Tipps für den Schutz im Betreuungsfall, Ratschläge für Testamente und Informationen über Vollmachten und gerichtliche Bestimmungen gibt Peter Hinrich Meier.
Viele aktuelle Meldungen zu Auktionen sind ebenfalls in der neuen Ausgabe der DBZ zu finden. Und auch Kleinanzeigen, Buchbesprechungen, ein Markt- und Handelüberblick sowie Termine und Meldungen zu Vereinen in Hannover, Leer, Lüdenscheid und Kiel sowie Arbeitsgemeinschaften enthält die Zeitschrift. Und das Heft bietet zudem einen ausführlichen Blick auf Stempel, Neuausgaben, Luft- und Flugpost aus der ganzen Welt.
Die aktuelle DBZ, die Ausgabe 6/2015, kommt morgen in den Bahnhofsbuchhandel. Ein Abonnement lohnt sich, denn die Abonnenten erhalten das Heft noch früher und sparen außerdem einen Euro pro Ausgabe gegenüber dem Preis im Einzelhandel.


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Verfasst von: Verena Leidig

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