„… ein gewaltiger Mann“

Otto von Bismarck prägte eine Ära

Briefmarke zum 200. Geburtstag Otto von Bismarcks.

Professor Dieter Ziegenfeuter entwarf die aktuelle Gedenkmarke zu Ehren Otto von Bismarcks.

„Ich fühle wie ein kurbrandenburgischer Vasall, der seinen Lehensherrn in Gefahr sieht. Was ich vermag, steht Eurer Majestät zur Verfügung.“ Schenkt man Otto von Bismarck Glauben, so hat er mit diesem „Vasallenschwur“ den Preußenkönig Wilhelm I. bei einer Unterredung am 22. September 1862 im Schloss Babelsberg davon überzeugt, dass er der Richtige sei, um das Land gegen alle Widerstände im Sinne des Monarchen zu regieren. Der einstige „Kartätschenprinz“ – so der nach der Revolution von 1848 entstandene Spottname – saß seit einem Jahr auf dem Thron und hatte sich mit seinem Parlament so überworfen, dass er an Rücktritt dachte. Mit der Ernennung Bismarcks zum Ministerpräsidenten gab er diesen Gedanken auf und räumte seinem neuen Regierungschef nahezu uneingeschränkte Handlungsfreiheit ein — eine Entscheidung, die die weitere Entwicklung Preußens, ja ganz Deutschlands maßgeblich prägen sollte.

Otto von Bismarck wurde vor 200 Jahren, am 1. April 1815, in Schönhausen in der Altmark geboren. Der Spross eines alten brandenburgischen Adelsgeschlechts kam bereits als Siebenjähriger auf Berliner Internatsschulen. Nach dem Studium der Rechte in Göttingen und Berlin sammelte er am Aachener Regierungspräsidium erste administrative Erfahrungen, musste aber dann seinen Militärdienst ableisten. Dessen Stupidität vermochte sich der Einjährig-Freiwillige bald zu entziehen, indem er sich von seinem Potsdamer zu einem Stralsunder Bataillon versetzen ließ, um während der Dienstzeit Vorlesungen an einer benachbarten Landwirtschaftsakademie besuchen zu können. Bismarck, der nach eigenem Bekunden danach strebte, „nicht zu gehorchen, als zu befehlen“, wollte sein eigener Herr sein und quittierte 1838 den Staatsdienst, um das Familiengut Kniephof in Pommern zu übernehmen. „Ich habe nie Vorgesetzte vertragen können“ begründete er einem Freund gegenüber seinen Schritt …

Den kompletten Artikel von Dieter Heinrich können Sie in der aktuellen DBZ 7/2015 lesen, die Sie im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Abonnenten sparen sich den Weg und auch noch Geld…


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Verfasst von: Udo Angerstein

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