Morgen neu: Deutsche Briefmarkenzeitung 11/2015

Deutsche Briefmarkenzeitung 11/2015Hoch ist die Dichte trutziger Burgen an Mittelrhein und Mosel, von denen einige die Zeiten überstanden haben, andere erst in der Romantik mit Türmchen und Terrassen erbaut wurden. Dieter Heinrich nimmt die Leser im Titelthema mithilfe von Briefmarken, Ganzsachen und Stempeln auf einige dieser Burgen mit.


Die Ritter und Ritterfräulein hätten sich nicht träumen lassen, was heutzutage alles technisch möglich ist. Sie sind auf den Markt gegangen, um ihre Ware zu erstehen. Menschen von heute drücken von zu Hause aus Knöpfe, um ihren Einkauf zu erledigen. Wer im Internet Briefmarken, Sammlungen, Münzen, Spielzeug, Schmuck und vieles mehr kaufen oder anbieten möchte oder ganz einfach Austausch mit anderen Sammlern sucht, kann dies über die übersichtliche Plattform Catawiki tun, die Stefanie Dieckmann vorstellt. 350 000 Sammler sind auf der Website bereits registriert. Die Auktionen werden von Fachleuten begleitet.
Vielfach begangen wird in diesem Jahr der 70. Jahrestag des Kriegsendes. So werden neben Marken und Stempeln auch Münzen aufgelegt: Helmut Caspar stellt die Silbermedaille vor, die nach dem Treptower Ehrenmal gestaltet wurde.
Die Erinnerung an das Schrecken bleibt wach. Claus Geißler zeigt postalische Dokumente aus Auschwitz und schildert, wie KZ-Häftlinge für die I.G. Farben arbeiten mussten, wie bewusst über die Zustände getäuscht wurde und wie perfide die SS vorging. Dass Hitler sogar nach Kriegsende präsent war, zeigt Michael Burzan, der Marken aus der österreichischen Nachkriegszeit vorstellt, die mit überdrucktem Hitler-Porträt noch kurze Zeit weiterverwendet wurden.
Basiswissen der Postgeschichte liefert Peter Fischer und er stellt ein Buch über Pierre de Coubertin und die Olympia-Philatelie vor. Aus den MPF-Akten der DDR berichtet Alfred Peter. Heinz Stark weist auf Unterscheidungsmerkmale zwischen Urdruck und Nachdruck hin, die zum Teil nur über Lupe erkennbar sind. Etwas deutlicher sind die Plattenfehler zu sehen, die Michael Burzan auf Goethe-Marken der SBZ zeigt.
Bis zu 70 Grad heiß ist der Sand in der Wüste Namib, die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Dietrich Ecklebe stellt das faszinierende Gebiet vor. Sehr viel kälter ist es in den Gegenden, über die Max Koesling in seiner Polarpost schreibt.
Meldungen über eine neue Regulierung bei der Genehmigung der Briefentgelte, über ein BPP-Schnupperseminar oder ein neues Markenheftchen sind in der Rubrik „Deutschland aktuell“ zu finden.
Die DBZ ist außerdem wieder gut gefüllt mit Vereinsterminen – diesmal unter anderem aus Alzenau, Köthen und Hofgeismar –, Berichten von Auktionen, Arbeitsgemeinschaften, Kleinanzeigen, Stempel- und Neuheitenmeldungen aus der ganzen Welt, Forschungsberichten, Buchbesprechungen und Anzeigen sowie Berichten zu Luft- und Flugpost, zu Markt und Handel.
Die DBZ 11/2015 kommt morgen in den Bahnhofsbuchhandel. Ein Abonnement lohnt sich, denn die Abonnenten erhalten das Heft noch früher und sparen außerdem einen Euro pro Ausgabe gegenüber dem Preis im Einzelhandel.


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Verfasst von: Verena Leidig

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