Berg und Burgen schaun herunter

Burgenromantik an Rhein und Mosel

Deutschland ist ein an Burgen reiches Land. Die ersten Burgen, meist einfache, auf Anhöhen errichtete Türme, wurden im zehnten Jahrhundert als Befestigungen zum Schutz vor Einfällen fremder Völker errichtet. Durch weiteren Bauten ergänzt und mit Mauern versehen, entstanden vom elften Jahrhundert an in vielen Gegenden kleinere und größere Burganlagen als Dauerwohnsitze von Adelsgeschlechtern und deren Gefolge. Könige und Fürsten ließen wehrhafte, trutzige Burgen erbauen, um ihren Herrschaftsbereich zu schützen und ihre Macht zu demonstrieren. Aus strategischen Gründen wurden viele Burgen an den großen Flüssen errichtet; waren diese doch nicht nur wichtige Handelswege, sondern wurden auch von Angreifern gern als Einfallstor genutzt. Besonders hoch ist die Burgendichte an Mittelrhein und Mosel, einem Kerngebiet des Alten Reiches, wo die Territorien von vier Kurfürsten – der Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier und des Pfalzgrafen bei Rhein – aufeinander stießen. Manche Burgen sind heute bis auf ein paar Mauerreste verschwunden, viele im Dreißigjährigen oder im Pfälzer Krieg zu Ruinen geworden, wenige haben die Zeitläufte unversehrt überstanden. Lassen wir Briefmarken, Ganzsachen und Stempel vom Schicksal einiger dieser Burgen erzählen.

Postkarte-Burgen

Burg Klopp ist nicht nur das Wahrzeichen von Bingen, hier „residiert“ auch die Stadtverwaltung.

Unsere philatelistische Burgenreise beginnt in Bingen. Hier thront auf einem Hügel mitten in der Stadt Burg Klopp, die einst zusammen mit dem Mäuseturm im Fluss und der Burg Ehrenfels am gegenüberliegenden Rheinufer dem Mainzer Erzbischof eine wirksame Kontrolle der Rheinschifffahrt und des Nahe-Übergangs ermöglichte. Die um 1250 erbaute Burg wurde mehrfach zerstört; von der alten Anlage sind nur noch der 52 Meter tiefe Brunnen und Teile des Bergfriedes erhalten. Andere Teile der Burg wurden von 1875 bis 1879 im Stil der Zeit wieder aufgebaut. „Burgherr“ ist jetzt der Bingener Oberbürgermeister; seit 1897 sitzt hier die Stadtverwaltung.

Den kompletten Artikel von Dieter Heinrich können Sie in der aktuellen DBZ 11/2015 lesen, die Sie im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Abonnenten sparen sich den Weg und auch noch Geld…


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Verfasst von: Udo Angerstein

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