Schatzhaus in sächsischer Bastille

Auf der Festung Königstein lagerten in Kriegszeiten Millionen Taler

Die Festung Königstein hoch über der Elbe war als „sächsische Bastille“ berühmt und berüchtigt, weil hier zahlreiche Staatsgefangene inhaftiert wurden. In Kriegs- und Krisenzeiten haben die sächsischen Kurfürsten und – ab 1806 – Könige ihren Staatsschatz sowie Teile der Dresdner Kunstsammlungen und der Archive auf dem uneinnehmbarem Felsen in Sicherheit gebracht. Eine Ausstellung erinnert daran, dass 1860 in den Kellern größere Geldsummen eingelagert wurden. Wie das geschah, demonstriert ein Holzfass mit Talern, die das Bildnis von König Johann zeigen. Solche Fässer konnten 10 000 Vereinstaler aufnehmen, die etwa 223 Kilogramm Silber auf die Waage brachten.

Medaille-Königsstein

Die Medaille von 1697 auf die Bewerbung des französischen Prinzen Conti für den polnischen Königsthron zeigt auf der Rückseite die hoch über der Elbe errichtete Festung Königstein.

Zwischen 1860 und 1865 wurden zwei Millionen Taler aus der sächsischen Staatsreserve in das Königsteiner Schatzhaus geschafft. Zum Transport dieser in 200 Fässern verstauten Geldmenge hat man 34 Pferdewagen benötigt. Beaufsichtigt wurde der Silberzug durch einen Korporal, der ein Dutzend Soldaten kommandierte. Im preußisch-österreichischen Krieg von 1866, in dem Sachsen an der Seite Österreichs kämpfte und verlor, ließ die Dresdner Regierung alle Staatsgelder auf die Festung Königstein schaffen. Dazu kamen Gold- und Silberbarren aus der Königlichen Münze, die damals noch in Dresden tätig war und erst 1887 nach Muldenhütten bei Freiberg verlagert wurde. Der Silberschatz wurde Mitte Juni 1866 mit der Eisenbahn von der Hauptstadt Dresden zum Bahnhof Königstein und von dort mit Pferdetransporten zur Festung geschafft ….

Den kompletten Artikel von Helmut Caspar können Sie in der aktuellen DBZ 12/2015 lesen, die Sie im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Abonnenten sparen sich den Weg und auch noch Geld…


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