„Mein Herr Käthe“

„Mein Herr Käthe“

490. Hochzeitstag von Martin Luther und Katharina von Bora

Als Martin Luther am 13. Juni 1525 Katharina von Bora heiratete, wurde von interessierter Seite in ganz Deutschland die Lüge verbreitet, Luther müsse heiraten, da seine Käthe schwanger sei. Aber das erste Kind kam erst nach einem Jahr zur Welt.
Martin Luther brach mit der traditionellen Kirche, indem er den Zölibat der Priester nicht mehr akzeptierte. Mit diesem Schritt hatte man zwar gerechnet, aber er wurde dennoch von Luthers Vertrauten kritisiert. Selbst sein Freund Philipp Melanchthon war entsetzt. In einer Schrift von Martin Luther steht unter anderem: „Wachset und mehret euch …, das ist nicht ein Gebot, sondern mehr, nämlich ein göttlich Werk, …!“ Kurz nach dem Ende des Bauernkrieges heiratete der 41-jährige Luther die 26-jährige ehemalige Nonne Katharina von Bora in Wittenberg. Aber wie war das mit Luthers „Mein Herr Käthe“?
„Wenden wir jetzt unsere Blicke zu einer heiteren Parthie in dem Lebensgemälde des großen Reformators. Wir haben denselben bisher in seiner öffentlichen Wirksamkeit beobachtet; folgen wir jetzt in die stillen Gemächer seines Hauses, in den trauten Kreis seiner Familie. Ehe wir jedoch hier umsehen können, wollen wir einiges vorausschicken“ (aus Jäkel: Dr. Martin Luther).

Notgeld-Martin Luther

Notgeld der Stadt Brehna von 1921 mit Porträts der Eheleute und einem Ausspruch Martin Luthers.

Katharina von Bora erblickte am 29. Januar 1499 auf dem Gut Lippendorf bei Leipzig die Welt. Vorbestimmt für den geistlichen Stand, brachte ihr verwitweter Vater seine Tochter im Kloster Marienthron in Nimbschen bei Grimma unter. Bei der Äbtissin, einer leiblichen Tante, erfuhr sie gemeinsam mit 43 Nonnen die Schulausbildung in Lesen, Schreiben, Singen und Latein. Ihre freie Zeit verbrachten sie mit Gebet, Sticken und leichter Gartenarbeit. Trotz der dicken Klostermauern drang Luthers Reformationslehre auch zu den Nonnen durch, besonders seine Schrift „Ursache und Antwort, dass Jungfrauen Klöster göttlich, d.h. ohne sich an Gott zu versündigen, verlassen mögen“. Neun adlige Nonnen wollten fliehen, obwohl dies mit dem Tod bestraft werden konnte. In der Nacht zu Ostersonntag 1523 versteckten die Torgauer Bürger Leonhard Koppe und Wolf Tommitsch die Fliehenden auf einem Planwagen in leeren Weinfässern – in der Literatur ist auch von Heringsfässern die Rede. Nach drei Tagen kamen die geflohenen Nonnen dank Luthers Hilfe in Wittenberg bei Bürgern unter …

Den kompletten Artikel von Horst Prelle können Sie in der aktuellen DBZ 13/2015 lesen, die Sie im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Abonnenten sparen sich den Weg und auch noch Geld…


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Verfasst von: Udo Angerstein

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