Natur- und Kulturwunder Kanadas

Viele Naturliebhaber betrachten das Land mit seinen kristallklaren Seen, riesigen Wäldern und verschneiten Bergen als den Ort ihrer Träume. Die unbändige und unendliche Natur kann den Durst nach Freiheit stillen. Doch auch kulturell hat das riesige nordamerikanische Land einiges zu bieten. Die UNESCO erkannte die schützenswerte Natur und Kultur Kanadas bereits Ende der 70-Jahre als die Organisation die Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows auf Neufundland und das Nahanni National Park Reserve als erste Naturparks zum Welterbe erklärte. Bis ins Jahr 2013 ernannte die UNESCO insgesamt 17 kanadische Natur- und Kulturlandschaften zum Welterbe der Menschheit, darunter den Dinosaurierpark, den Nationalpark Wood Buffalo, die Walstation Red Bay und die Nationalparks Wrangel-Saint Ellis und Kluane, die auf der neuesten kanadischen Markenausgabe zu sehen sind.

UNESCO Welterbe Kanada Briefmarkenblock

Die kandadische widmet auch in diesem Jahr ihrer einzigartigen Natur eine Briefmarkenausgabe.

Bereits 2014 erschienen in Kanada Briefmarken, die das Weltkultur- und Weltnaturerbe der UNESCO zum Thema hatten (siehe DBZ 14/2014). Nun folgten weitere fünf Werte in zwei Markenheften und einem Block. Der erste Wert ist dem Dinosaurierpark gewidmet, der seit 1979 zum Weltnaturerbe gehört.
Das 66 Quadratkilometer große Areal liegt im Südosten der Provinz Alberta. Hier hat die Eiszeit eigenartige Landschaften geformt, denn heute befinden sich an den Ufern des Red Deer Flusses kahle Tafelberge, bunt schimmernde Hänge, Kalksteinplateaus und bizarre Felsen. Der Fluss hat sich mehr als 100 Meter tief in das Gestein gegraben, das man als „Badlands“ bezeichnet. In den Badlands haben Wind und Regen die Erde von den vegetationslosen Erosionszonen abgetragen, so dass der nackte Felsen bleibt. Es entsteht so eine Mondlandschaft, die in allen Farben schimmert.
Vor 75 Millionen Jahren bedeckte das Meer das ebene Land, in dem Flüsse aus den Rocky Mountains mündeten und durch ihre Ablagerungen Lehm- und Sandbänke schufen. Vor 15000 Jahren hobelten die Gletscher der Eiszeit diese Schichten ab und das Schmelzwasser fräste tiefe Rinnen in Erdschichten. So wurde die heutige Landschaft geformt.
Im Jahre 1889 entdeckte der Archäologe T. C. Weston östlich von Calgary im Red Deer Tal erste Versteinerungen. Die folgenden Ausgrabungen brachten sensationelle Funde ans Tageslicht. Man fand Knochen oder Spuren von rund 60 unterschiedlichen Dinosauriern, die zu sieben Familien gehören. Das bedeutet, dass alle bekannten Dinosaurier der Kreidezeit (vor 144 bis 65 Millionen Jahren) in diesem Gebiet lebten, darunter auch der Triceratops mit seinen drei Hörnern, der 15 Meter lange und fünf Meter hohe Tyrannosaurus oder der Pflanzenfresser Ornithomimus mit seinem Hornschnabel. Diese „Gewaltigen Eidechsen“, das bedeutet die Bezeichnung Dinosaurier, starben vor 65 Millionen Jahren aus. Dass wir heute so viel über diese Urtiere wissen, verdanken wir den Funden in Kanada.

Mehr über die Naturwunder des zweitgrößten Staates der Welt lesen Sie in der DBZ 17, die seit gestern in den Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen zu haben ist. Abonnenten erhalten ihre DBZ noch früher in die Briefkästen und zahlen weniger als die Einzelkäufer.


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Verfasst von: Stefanie Dieckmann

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