Als Münzstätten starben

Als Münzstätten starben

Vor zweihundert Jahren gab es in Deutschland ein großes Münzstättensterben. Das hatte mit Veränderungen auf der politischen Landkarte nach der französischen Revolution von 1789, den napoleonischen Kriegen und der Bildung neuer Fürstentümer auf Kosten aufgehobener geistlicher und weltlicher Territorien zu tun. In der ersten Etappe von 1803 bis 1825 mussten, da viele Münzstätten nicht mehr rentabel waren und bestimmte Territorien anderen Fürstentümern zugeschlagen worden waren, folgende Münzstätten ihre Tore schließen, wobei die Zahl das Jahr der Schließung angibt: Regensburg (1803 / 1810), Bayreuth (1805), Osnabrück (1805), Günzburg (1805), Wertheim (1806), Augsburg und Nürnberg (1808), Stolberg (1809), Detmold (1812), Glatz (als Ausweichmünzstätte für Breslau 1807-1813), Danzig (1812), Würzburg (1815), Ehrenbreitstein (1815, Verlegung als nassausche Münzstätte nach Limburg an der Lahn), Lemgo (1815, abgelöst durch Blomberg) und Breslau (1826, Aufträge nach Berlin und Düsseldorf).

Die zweite Schließungsperiode von 1826 bis 1850 betraf Mannheim (1826, abgelöst durch Karlsruhe), Limburg (1828, abgelöst durch Wiesbaden), Hildburghausen (1829, abgelöst durch Saalfeld), Eisenach (1840, Aufträge nach Berlin vergeben), Gotha (1838, Aufträge nach Dresden und ab 1866 nach Berlin vergeben), Bernburg (1851, Aufträge nach Berlin vergeben), Arolsen (1840, Aufträge nach Berlin und Hannover vergeben), Blomberg (1840, Aufträge nach Berlin vergeben), Saalfeld (1846, Aufträge nach München vergeben), Düsseldorf (1848, Aufgaben übernehmen Berlin, ab 1866 zum Teil Frankfurt am Main und Hannover als neue preußische Münzstätten), Clausthal (1849, Aufgaben übernimmt Hannover) und Schwerin (1849, Aufträge nach Berlin vergeben, 1872 Prägung von Pfennigstücken der mecklenburgischen Großherzogtümer nach Dresden vergeben) …

Den kompletten Beitrag von Helmut Caspar über die Schließung der Prägeanstalten im 19. Jahrhundert lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitschrift. Die DBZ 23/2015 ist derzeit in Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich. Abonnenten erhalten ihre DBZ immer einige Tage früher und sparen auch noch einen Euro.


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Verfasst von: Udo Angerstein

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