Migration ist alles

Migration ist alles

Historisches Schlaglicht

Sie kamen in Frieden und suchten Schutz. Ihre Heimat war mit Krieg überzogen worden, ihre Ländereien verwüstet und geplündert von einem übermächtigen Feind: den Hunnen. Und so flohen die Westgoten dorthin, wo sie Sicherheit und Hilfe erhoffen durften: ins Römische Reich. Kaiser Valens hieß sie willkommen. Gern wollte er die heimatlosen Stämme in den Provinzen seines Imperiums ansiedeln. In den unruhigen Zeiten des ausgehenden vierten Jahrhunderts litt das römische Weltreich an einem ganz existenziellen „Fachkräftemangel“ – es fehlte an Soldaten, um die langen Grenzen zu schützen. Den Goten war das recht. Sofern sie ihre Familien unter dem Schutz Roms und vor dem Hungertod bewahrt wussten, würden sie dem Kaiser treu bei der Verteidigung des Reiches helfen. Sie wollten Teil der römischen Welt werden.

Integration gescheitert

Hunnen auf einer Briefmarke der UkraineHielte man an dieser Stelle inne, stünden wir vor einem filmreifen „Happy End“. Beide Seiten profitierten von der Unterstützung des anderen, man half sich aus ganz konkreten Notsituationen. Warum aber wendete sich das Blatt? Der gotische Chronist Jordanes, der knapp 200 Jahre später die Geschichte seines Volkes niederschrieb, machte die „verdammte Gier nach Gold“ dafür verantwortlich. Römische Verwaltungsoffiziere hätten die Notsituation der hungernden Goten schamlos ausgenutzt und ihnen verdorbene Lebensmittel zu horrenden Preisen verkauft. Sogar die Kinder der Flüchtlinge hätten sie als Preis verlangt. Was Jordanes in seinem Text schilderte, konnte er nur vom Hörensagen übernommen haben, einen Kern Wahrheit darf man aber darin vermuten. Zumindest kam es bald zu Handgreiflichkeiten zwischen den Goten und den Römern, die in der Schlacht von Adrianopel am 9. August 378 gipfelten. Der römische Kaiser Valens fiel zusammen mit einem Großteil seiner Soldaten …

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Verfasst von: Jan Sperhake

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