Der Weg nach Königgrätz

Der Weg nach Königgrätz

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Das Glück war Otto von Bismarck am 7. Mai 1866 gewogen. Die ersten drei Kugeln hatten ihn nur gestreift, von den letzten beiden aufgesetzten Schüssen trug er lediglich Rippenprellungen davon. Professor Lauer, der Leibarzt des preußischen Königs, Wilhelm I., sprach gar von „Gottes Hand“, die dazwischen gefahren sei. Auf offener Straße hatte der Student Ferdinand Cohen-Blind versucht, den preußischen Ministerpräsidenten zu erschießen, den „Kriegstreiber“, der im Begriff war, die deutschen Großmächte Preußen und Österreich in einen Bruderkrieg zu stürzen. Der Attentäter wurde unmittelbar nach dem Anschlag festgenommen und nahm sich noch in der Nacht in seiner Zelle das Leben. Trotz einiger spontaner Sympathiebekundungen zu Ehren Bismarcks bedauerten viele Menschen das Scheitern des Anschlags. In Süddeutschland wurde Cohen-Blind fast wie ein Märtyrer betrauert. Von Blumen gerahmte Fotos standen in den Schaufenstern. Aus Württemberg hieß es, er sei ein „Opfer der Freiheitsliebe“ gewesen, das „das Vaterland von einem solchen Unhold zu befreien“ versucht habe. Bismarcks Beliebtheit war auf dem absoluten Tiefpunkt.

„Konfliktminister“

Bismarck BriefmarkeBismarcks politisches Handeln war seit jeher von skrupellosem Pragmatismus geprägt gewesen, im Notfall agierte er ohne bewilligten Haushalt und gegen die Landesverfassung. Allein Preußens Schicksal lag ihm am Herzen. Geschickt improvisierte er mit allen Mitteln der Politik, spielte innen- wie außenpolitische Kontrahenten gegeneinander aus und schreckte auch nicht vor populistischer Manipulation zurück. Zuweilen wurde selbst dem König angst und bange vor der Kaltschnäuzigkeit seines Ministerpräsidenten …

Den kompletten Beitrag von Jan Sperhake über Bismarcks zweiten Einigungskrieg lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitschrift. Die DBZ 18/2016  ist derzeit in Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich. Abonnenten erhalten ihre DBZ immer einige Tage früher und sparen auch noch einen Euro.

Titelabbildung: Auch postalisch wurde um Schleswig und Holstein gestritten (MiNr. Schleswig-Holstein 8, 13, 20).


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Verfasst von: Jan Sperhake

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