Die erste Schweizer Ärztin

Die erste Schweizer Ärztin

Sie war eine Pionierin in vielen Bereichen: Marie Vögtlin, geboren am 7. Oktober 1845 als Tochter eines Dorfpfarrers, äußert mit 23 Jahren den Wunsch, Medizin zu studieren, worauf erst in der Verwandschaft und dann in der gesamten Schweiz ein Sturm der Entrüstung losbricht. Doch Vögtlin setzt sich durch und studiert als erste Schweizerin an der Universität Zürich Medizin, wo sie 1872 als erste Schweizerin das medizinische Staatsexamen mit Auszeichnung besteht. 1874 wird sie in Zürich promoviert und arbeitet danach als erste Schweizerin eine eigene Praxis, in der sie vorwiegend als Frauen- und Kinderärztin tätig ist.

Trotz ihrer Heirat mit dem Geografieprofessor Albert Heim und der Geburt dreier Kinder bleibt sie berufstätig. 1901 ist sie bei der Gründung des Zürcher Frauenhospitals mit Pflegerinnenschule maßgeblich beteilig, unterrichtet dort und leitet die Kinderabteilung. Außerdem setzt sich Marie Heim-Vögtlin ihr Leben lang für die Frauenbildung und das Frauenstimmrecht ein. Am 7. November 1916, heute vor 1o0 Jahren, ist sie an einer Lungenkrankheit gestorben. Daniel Steffen entwarf die Sondermarke zu ihrem 100. Todestag, die bei der Cartor Security Printing im französischen La Loupe gedruckt wurde.


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Verfasst von: Udo Angerstein

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