Abgabe nicht erlaubt

Abgabe nicht erlaubt

Vor 150 Jahren wurden von der preußischen Postverwaltung zwei Freimarken herausgegeben, die hinsichtlich ihres Herstellungsverfahrens und ihrer Verwendung einzigartig sind. Die heute als Innendienstmarken bezeichneten Marken zu 10 beziehungsweise 30 Silbergroschen konnten zwar nicht durch die Kunden erworben werden. Allerdings wurde durch das Verkleben dieser Marken auf Briefen und die nachfolgende Entwertung durch normale Ortsstempel ein wesentlicher Zweck von Briefmarken, nämlich als Quittung für eine Dienstleistung der Post zu dienen, durchaus erfüllt. Die Verwendung dieser Marken als interne Quittung für höhere Gebührensätze anstelle eines umständlichen Barfrankierung-Verfahrens war so erfolgreich, dass die Postverwaltungen des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches sowohl das Design als auch die Wertstufen für eigene Innendienstmarken übernommen haben.

Einführung der Marken im Jahr 1866

Die Tatsache, dass die preußische Post nur Freimarken bis zu einem Nominalwert von 3 Silbergroschen und Ganzsachen mit Wertstempeln bis zu 7 Silbergroschen ausgegeben hatte, führte bei der Bezahlung von höheren Gebühren zu einem umständlichen Buchführungsverfahren, bei dem die bar eingezahlten Gebühren auf dem Paketbegleitbrief und den zugehörigen Frachtpost-Listen notiert und entsprechend an die übergeordneten Stellen gemeldet werden mussten. Eine bis zum Jahr 1861 mögliche Verfahrensweise war die Verwendung der hochwertigen Ganzsachen-Ausschnitte anstelle von Freimarken …

Den kompletten Artikel von Dr. Hans-Werner Meiners über das 150-jährige Jubiläum der preußischen Innendienstmarken finden Sie in der aktuellen DBZ. Die DBZ 24/2016 ist in vielen Kiosken und im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Abonnenten bekommen die DBZ früher als die Einzelkäufer und sparen außerdem auch noch gegenüber dem Kauf im Einzelhandel.

Titelabbildung: Wertbrief von Wreschen nach Breslau, versandt am 17. November 1867 (Rauhut & Kruschel, 168. Auktion).


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