Folgenschwerer Sprung über den Teich

Folgenschwerer Sprung über den Teich

„Der Dampfer ,Frederik VIII‘, auf dem der Botschafter Graf Bernstorff reist, hatte den Pier in Hoboken kurz nach 4 Uhr nachmittags verlassen. Die Mannschaften der hier festliegenden deutschen Schiffe winkten ihm Lebewohl zu. Auf den amerikanischen Schiffen räumten Offiziere und Mannschaften die Decks. Auf der ganzen Reise von Washington nach Hoboken wurden dem Botschafter die größten Höflichkeiten und Rücksichten erwiesen. (…)“ Als Privatmann sagt er: „Ich hoffe, daß der Krieg vermieden wird und die alten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland wiederhergestellt werden. (…)“

Graf von Bernstorff muss das Land verlassen

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Fast feierlich wirkt die Szenerie. Der Leser dieser Meldung in der Frankfurter Zeitung vom 19. Februar 1917, datiert auf den 14. Februar und zugänglich in einem historischen ePaper, wird heute kaum die Tragweite dieser Zeilen begreifen. Lediglich ein Hinweis lässt aufmerken: Während die Deutschen jubeln, verschwinden die Besatzungen der amerikanischen Schiffe unter Deck. Dabei beschreibt die Szene dieses freundlichen Abschieds die Folgen des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zu Reichsdeutschland. Botschafter Johann Heinrich Graf von Bernstorff muss das Land verlassen.
Eine Kriegserklärung bedeutete der Abbruch der diplomatischen Beziehungen am 3. Februar aufgrund der Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges durch Deutschland aber zunächst nicht. Doch nur Wochen später, am 2. April, forderte der amerikanische Präsident Woodrow Wilson den Kongress dazu auf, Deutschland den Krieg zu erklären. Was war passiert?

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Den kompletten Artikel von Birgit Freudenthal über den Kriegseintritt der USA heute vor 100 Jahren lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitung. Die DBZ 8/2017 ist derzeit noch in Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich. Abonnenten erhalten ihre DBZ immer einige Tage früher und sparen auch noch einen Euro.

„The world must be safe“. Patriotic Card, datiert vom 15. Juli 1918 mit Feldpoststempel. Die Bildseite zeigt in patriotischer Manier die Fahnen der Alliierten und ihrer Verbündeten (Sammlung Kühlhorn).


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Verfasst von: Birgit Freudenthal

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