Die Erschaffung Kanadas

Die Erschaffung Kanadas

Am 1. Juli vor 150 Jahren wurde die Weltkarte gründlich verändert. An diesem Tag trat der „British North America Act“ in Kraft. Die Geburtsurkunde für das Dominion of Canada, heute flächenmäßig nur etwas kleiner als Europa und nach Russland zweitgrößtes Land der Welt. Doch das uns bekannte Kanada mit seinen Provinzen und Territorien wurde nicht an einem Tag erschaffen, auch nicht in einem Jahrzehnt. Es begann bescheiden. Das zeigt jene blaue 12-Cent-Marke, die 1927 zum 60. Jahrestag des Dominion mit Landkarte erschien.

Angst vor den USA

Als Kanada 1867 entstand, beschränkte sich sein Territorium auf Gebiete entlang des St.-Lorenz-Stromes und oberhalb der Großen Seen. Heute ist es fast so groß wie ganz Europa (Abb. delcampe.net).

Ausgangspunkt für die Schaffung Kanadas waren die langanhaltenden Spannungen zwischen der britischen Krone und den USA, die sich 1776 nach ihrem Unabhängigkeitskrieg als eigener Staat formiert hatten. Zwar legten Großbritannien und die USA den 49. Breitengrad westlich der Großen Seen bis zum Pazifik als gemeinsame Grenze fest. Doch durch das ständige Erstarken des südlichen Nachbarn und auch etliche Provokationen mussten die nur lose verbundenen britischen Kolonien nördlich dieser Linie um ihre Existenz fürchten. London hatte ihnen schon 1848 das Recht auf innere Selbstverwaltung zugestanden. Nun schien es angesichts der übermächtigen USA notwendig, ebenfalls ein geeintes Land zu schaffen. Wer einen Briefmarkenkatalog von Nordamerika zur Hand nimmt, bekommt einen guten Eindruck davon, wie zersplittert damals das heutige Kanada war. Da gibt es klassische Ausgaben für British Columbia sowie Vancouver Island (und später für beide gemeinsam), für die Britische Kronkolonie Canada, die wiederum aus den Provinzen Ontario (ehemaliges Oberkanada) und Québec (ehemaliges Unter­kanada) bestand, ferner für New Brunswick (Neubraunschweig), Neufoundland (Neufundland), Nova Scotia (Neuschottland) und schließlich für das Prince Edward Island, eine Insel im St.-Lorenz-Golf. Diese einzelnen Kolonien sollten, so der Leitgedanke der Väter Kanadas, in einem unabhängigen Staat vereinigt werden.

Drei Konferenzen

Einige der Marken zum 60. Jahrestag des Dominions auf einem Brief von 1927 nach Zürich. Die Ausgabe erschien in Bogen, bei denen die Marken an den Bogenrändern nicht gezähnt wurden. Der Wert zu 3 Cent auf dem Brief ist unten geschnitten (Abb. Drei Löwen GmbH).

Drei Konferenzen waren notwendig, bis die Grundlagen für den kanadischen Bundesstaat geschaffen waren. Der ersten von 1864 in Charlottetown folgte die von Québec im selben Jahr und schließlich das abschließende Treffen 1866 in London – zu den Jahrestagen erschienen drei Sondermarken 1964 und 1966. Nicht immer verlief die Sache reibungslos. Für die erste Konferenz in Charlottetown auf dem Prince Edward Island zum Beispiel konnte die kleine Stadt den Delegierten keine Unterkunft bieten, da alles wegen eines Zirkus-Gastspiels schon belegt war. Also schliefen die künftigen „Väter Kanadas“ auf Schiffen, die im Sankt-Lorenz-Golf ankerten. Dennoch gilt heute die Stadt als der eigentliche Geburtsort Kanadas. Die Provinzen Ontario und Québec des alten Canada, New Brunswick und Nova Scotia schlossen sich zusammen. In der Folgezeit traten weitere Provinzen dem Bundesstaat bei. Das Land wurde um etliches größer und auch neu gegliedert. Die Gründung Kanadas vor 150 Jahren lässt sich sehr schön an Ausgaben der Post nachvollziehen. So erschienen 1917 und 1927 Sondermarken zum 50. und 60. Jahrestag des Dominion, die unter anderem eine Szene von der Québec-Konferenz und eine frühe Landkarte zeigen. Zum 100. Jahrestag gab es auf einem 5-Cent-Wert die Erdkugel mit dem kanadischen Territorium und darüber die frisch eingeführte Nationalflagge. Außerdem war ein ganzer Satz neuer Freimarken 1967 dem Jahrhundertjubiläum gewidmet. Auch der jetzt anstehende 150. Jahrestag der Konföderation wird mit Sicherheit phil­atelistische Würdigung finden.

Die Entdecker

Die Voraussetzung für die Schaffung Kanadas war natürlich Jahrhunderte zuvor die Entdeckung und Besiedlung dieses Teils der „Neuen Welt“ durch die Europäer. Nach heutigem Kenntnisstand landeten als erste Europäer Ende des zehnten Jahrhunderts Wikinger an der Ostküste Kanadas und hielten sich einige Jahre in „Vinland“, in dem wilde Trauben wuchsen, auf. Dann hatten die Ureinwohner (Irokesen, Prärie-Indianer, Inuit) über Jahrhunderte Ruhe, bis 1497 Giovanni Caboto (John Cabot), ein Italiener in englischen Diensten, landete und das Gebiet von Neufoundland für die britische Krone in Besitz nahm. Frankreich sandte 1534/35 eine Expedition unter Jacques Cartier über den nördlichen Atlantik. Auf der Suche nach Gold stießen die Franzosen auch in das Landesinnere vor. Cartier segelte den St.-Lorenz-Strom hinauf bis zum heutigen Québec und beanspruchte das Gebiet für Frankreich. Damit begann die britisch-französische Rivalität um das Land.

Es waren ehrwürdige Herren: Die Väter des neuen Staates auf den Konferenzen in Québec 1864 und London 1866.

Einen Hügel, auf dem ihn viele Indianer begrüßten, nannte Cartier „Mont Réal“, heute eine Großstadt mit 1,7 Millionen Einwohnern. Die Europäer fanden zwar keine der erhofften Goldschätze, bald entwickelte sich aber zwischen den „Rothäuten“ und den „Bleichgesichtern“ ein schwunghafter Handel mit Biberpelzen. Der nächste große Entdecker, der sich in die Annalen einschrieb, war der Franzose Samuel de Champlain. Er schuf 1608 den Handelsposten Québec, rief ein „Neu-Frankreich“ aus und erforschte große Teile des Landes bis hin zu den Großen Seen. James Cook segelte auf seiner dritten Reise entlang der Westküste und hatte 1778 nahe des heutigen Vancouver als erster Europäer Kontakt zu den Ureinwohnern. Diese bestanden am Pazifik aus vielen kleinen Stämmen, die sich vom Fischfang ernährten. All die großen Entdecker, Eroberer und Besiedler Kanadas wurden frühzeitig und wiederholt durch die Post des Landes gewürdigt. Schon die erste Markenserie der Kronkolonie Canada von 1851 bildete auf dem Wert zu 10 Pence Cartier ab. Zum 300. Gründungstag Québecs gab es 1908 einen achtwertigen Satz, der auch Cartier und Champlain gemeinsam auf einer Marke zeigte. 1934 erschien nach einem Gemälde eine herrliche Sondermarke, die Cartier mit seinem Steuermann bei der ersten Landung in Kanada als Motiv hatte. Die Markenkataloge geben zuverlässig Auskunft über weitere Ehrungen dieser und anderer Pioniere wie Pierre Gaultier de Varennes, Henry Hudson und René Robert Cavelier de La Salle. Auch Entdecker und Forscher der folgenden Generationen, die den Westen und die Polarregionen des riesigen Landes für die Kartierung und die Nutzung der Naturschätze durchstreiften, wurden postalisch gewürdigt. So der Geograph David Thompson, der Westkanada erkundete (1957), der Arktisforscher Wilfred Grenfell (1965), der Goldwäscher Jim Mason (1996) und der auch im kanadischen Eis agierende Norweger Otto Sverdrup (2004).

Das Land wächst

Entdecker philatelistisch geehrt: Cartier und seinen Steuermann zeigt die Marke von 1934 (links). Daneben von 2006 der Wert zum 400. Jahrestag der Erforschung der Ostküste durch Champlain.

Ein Viererstreifen von Juni 1981 vermittelt sehr schön, wie Kanada seit seiner Gründung 1867 bis in unsere Zeit gewachsen ist. Die erste Marke von links zeigt in Farbe, welche Territorien bei der Schaffung des Dominion of Canada dazugehörten. Das beschränkte sich auf die ehemaligen britischen Kolonien am Atlantik, entlang des St.-Lorenz-Stroms und nördlich der Großen Seen. Der zweite Wert zu 17 Cent zeigt die Grenzen von 1873. Die Regierung in Ottawa hatte zuvor für bescheidene 300 000 Pfund von der Hudson’s Bay Company das unermesslich große Rupert’s Land erworben. Es entstanden die Nordwest-Territorien. Dagegen rebellierten die Métis, von Ureinwohnern und Franzosen abstammende Mischlinge. Der Aufstand wird niedergeschlagen, die Métis bekommen aber die Provinz Manitoba mit einem weitgehenden Interessenausgleich. 1871 schloss sich die Kolonie British Columbia am Pazifik Kanada an, zwei Jahre später auch das kleine Prince Edward Island. In der Folgezeit wurde der Bau der transkontinentalen Eisenbahn zum Pazifik zum Schwerpunkt für die weitere Integration der zentralen und westlichen Landesteile. Der erste Zug von Montréal nach Vancouver fuhr 1886. Die dritte Marke zeigt die territoriale Gliederung des Landes um 1905. Man sieht auf ihr eine weitere Aufgliederung der riesigen Nordwest-Territorien. Aus ihnen entstanden die Provinzen Saskatchewan, Alberta und Nordwest-Territorien. Hoch oben im Nordwesten war schon im Zuge des Goldrauschs am Yukon ein eigenes Territorium gegründet worden, um Recht und Ordnung in den Griff zu kriegen. Die abschließende Marke schließlich bildet Kanada in den Grenzen von 1949 ab. Denn in diesem Jahr entschloss sich endlich auch die britische Kolonie Neufoundland, als Provinz dem Staat Kanada beizutreten.Am 1. April 1999 erschien eine Sondermarke, die, als vorläufig letzten territorialen Akt, die Gründung des Inuit-Gebietes Nunavut hoch im Norden belegt. Die Inuit haben ihre eigene Regierung, eine eigene Amtssprache und können ihre traditionelle Art und Weise des Fischfangs und der Jagd weiter ausüben. Heute besteht Kanada also aus zehn Provinzen, die ein hohes Maß an Eigenständigkeit genießen, und drei Territorien. Zu den Jubiläen des Beitritts der einzelnen Provinzen erscheinen regelmäßig Sondermarken. Ebenso gibt es Emissionen der Kanadischen Post mit den Flaggen und den Wappen der einzelnen Provinzen. Die Grundlage für diese territoriale Entwicklung bildete natürlich auch die wachsende Bevölkerung Kanadas insbesondere durch mehrere starke Einwanderungswellen. Die erste erfolgte zwischen 1815 und 1850, die Bevölkerung überschritt die Millionengrenze. Auch unmittelbar vor Beginn des Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Europäer in ihre neue Heimat. Heute lebt in Kanada eine multikulturelle Gesellschaft. Der Staatsname „Canada“ soll übrigens auf ein ursprüngliches Dorf der Irokesen zurückgehen.

Viererblock von 1986 mit Eckpunkten der Besiedlung Kanadas: 
Oben links erste Besiedlung um 10000 vor Christus, rechts Ankunft der Wikinger um 1000. Des Weiteren John Cabot 1497 an der Ostküste (unten links) und daneben die Entdeckung der Hudson Bay durch den gleichnamigen englischen Seefahrer 1610.

Jagd auf Gold

Neben dem beeindruckenden Bau der das Land verbindenden „Canadian Pacific Railway“ war im 19. Jahrhundert der Klondike-Goldrausch dazu angetan, das junge Land in die Schlagzeilen der internationalen Presse zu bringen. Die massenhafte Jagd auf das Edelmetall begann genau am 16. August 1896. Im Klondike, einem Nebenfluss des Yukon im Nordwesten des Landes, fanden einige Männer einen Goldklumpen von beachtlicher Größe. Erst Monate später ging die Nachricht davon in die Welt, daraufhin machten sich zehntausende Glücks­ritter auf den Weg zu den vermeintlichen Goldschätzen. Dawson City, zunächst ein Zeltlager, wuchs an zur „Stadt des Goldrausches“. Doch nur wenige Bewohner kamen zu Reichtum. Als Nebeneffekt aber wurde dieser entfernte Teil Kanadas besiedelt, und es begann eine systematische Nutzung der Bodenschätze. Zum 100. Jahrestag des Beginns des Goldrausches am Yukon emittierte die Kanadische Post einen eindrucksvollen Markensatz, der im Zusammendruck-Kleinbogen zu zwei Fünferstreifen erschien. Dieser zeigt Goldwäscher bei der Arbeit ebenso wie einen Spielsalon in Dawson und Polizisten, die versuchten, die Ordnung aufrecht zu erhalten.

Dieser Markenstreifen zeigt die territoriale Gliederung zwischen 1867 (Gründung Kanadas) und 1949, als Neufundland dazukam.

Zeit der Weltkriege

König Georg VI. in Luftwaffenuniform und Panzer als Motive. Zwei Werte aus der Freimarkenserie „Weltkrieg“ von 1942.

Von großer Bedeutung für die Erringung der vollen Souveränität und das wachsende Selbstbewusstsein der Kanadier war im 20. Jahrhundert die Beteiligung an den beiden Weltkriegen. Ab 1914 kämpften zehntausende Kanadier im Dienste Englands auf europäischen Schlachtfeldern. Im Versailler Vertrag trat Kanada als eigenständiges Land auf. 1931 musste London zähneknirschend die volle Souveränität gewähren, Kanada wurde Teil des britischen Commonwealth of Nations. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gab Kanada gegenüber dem Deutschen Reich eigenständig seine Kriegserklärung ab. Mehr als eine Million Kanadier diente freiwillig in den Streitkräften. Zum 50. Jahrestags des Krieges emittierte die Kanadische Post von 1989 bis 1995 eine Serie von Viererblock-Zusammendrucken. Auf ihnen sind Szenen der Kriegsjahre wiedergegeben. Zum Beispiel die Mobilmachung, die Landung der Alliierten in der Normandie und die Überquerung des Rheins. Philatelistisch interessanter aber sind die beiden Dauerserien von 1942/43 und 1946. Erstere hatte als Thema „Produktion im Krieg“ und zeigte neben anderen Motiven einen Panzer und einen Zerstörer auf See. Die dann folgende Serie von Freimarken von 1946 hatte als Thema „Umstellung auf Friedensproduktion“ und brachte Motive aus der Landwirtschaft, der Energieerzeugung und so weiter. Somit lassen sich selbst durch gewöhnliche kanadische Marken, ob gebraucht oder postfrisch, die schweren Jahre in der europäischen und nordamerikanischen Geschichte dokumentieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann Kanada weiter an internationalem Renommee. Es gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen und trat 1949 der NATO bei. Mit eigenen Truppenkontingenten beteiligt es sich an zahlreichen Einsätzen der UNO in aller Welt. Die Ausuferung britisch-französischer Rivalitäten und die Abspaltung der Provinz Québec konnten immer verhindert werden. 1982 gab sich Kanada eine eigene Verfassung, die den „British North America Act“ von 1867 ersetzte. Zwar gilt die Queen im fernen London noch immer als Staatsoberhaupt, doch das ist in erster Linie wichtig für die Zeremonienmeister.

Der „Rote Biber“

Berittener Bote und Benjamin Franklin erinnern an die ersten Postrouten in Kanada.

Das „Guinness-Buch der Briefmarken“ aus dem Hause Ullstein (1985) hebt in Wort und Bild ein kanadisches Postwertzeichen besonders hervor. Es handelt sich um den 3-Pence-Wert in Ziegelrot der britischen Kronkolonie Canada von 1851. Er zeigt einen Biber und soll die erste Marke weltweit sein, die ein Tier in seiner natürlichen Umgebung wiedergab. Das Motiv wurde auch berücksichtigt, als die Kronkolonie 1859 den Kanadischen Dollar zu 100 Cent als Währung einführte und dazu neue Marken auflegte. Außerdem gibt es mehrere Wiederholungen des Motivs zu runden Jahrestagen der ersten Briefmarken des Landes. Damit sind natürlich die interessanten Ereignisse aus der Postgeschichte Kanadas nicht erschöpft.

Die Biber-Marke von 1851 schaffte die Aufnahme ins Guiness-Buch. Zu Jubiläen und Ausstellungen wird gern auf sie zurückgegriffen.

Wann ging es mit dem Versand los? Den Annalen zufolge gab es schon zu Ende des 17. Jahrhunderts in Britisch-Nordamerika eine vereinzelte Zustellung von Briefen und Paketen durch „Postpioniere“ auf bezahlter Basis. Eine Sondermarke von 1963 mit einem Postreiter erzählt davon, dass die ersten offiziellen und regulären Postdienste ab 1763, also noch vor der Unabhängigkeit der USA, aufkamen. Damals war kein Geringerer als Benjamin Franklin Generalpostmeister für die USA und Kanada. Daran erinnert auch eine motivgleiche Gemeinschaftsausgabe beider Staaten. Die beiden Hauptrouten zu jener Zeit führten von Montréal über 270 Kilometer in nordöstliche Richtung nach Québec und andererseits von Montréal in das rund 600 Kilometer südlich davon gelegene New York. Die erste Serie Freimarken unter dem Namen „Canada Postage“, zu der auch der legendäre „Rote Biber“ gehörte, kam mit immerhin sechs Werten von ½ Penny bis 12 Pence für die Kronkolonie in Umlauf und galt in den Provinzen Ontario und Québec. Mit dem Dominion 1867 entstand das Post Office Department, das ein Bild der Königin Victoria als Motiv für seine ersten Freimarken ab 1868 wählte. Für das riesige Land war es ein wichtiger Meilenstein, als 1918 die erste Luftpost zwischen Montréal und Toronto befördert wurde. Aber erst zehn Jahre später wurde die regelmäßige Beförderung mit Luftpost aufgenommen. Sehr schöne Flugpostmarken im Stichtiefdruck aus der Zeit vor dem Zeiten Weltkrieg erzählen von dem wachsenden Aufkommen der Luftpost.

Recht auf Post

Ungewöhnliche Arten der Postbeförderung in Kanada stellen diese beiden Marken von 2011 vor. Auch im Fass und per Hundeschlitten erfolgte schon die Zustellung.

Das heutige Staatsunternehmen Canada Post Corporation mit Hauptsitz in Ottawa beschäftigt rund 70000 Mitarbeiter und zählt zu den größten Arbeitgebern im Lande. Jeden Tag werden rund 40 Millionen Sendungen zugestellt. Ein sechswertiger Sondermarken-Satz von 1974 bildete die Tätigkeitsbereiche bei der Post wie Briefkastenleerung und Überlandpost ab. In jüngster Zeit wurden auch Postpioniere und ungewöhnliche Postzustellungen aufs Markenbild gebracht. In einem Gesetz ist verankert, dass jeder Kanadier ein Recht auf Postzustellung hat. Das ist angesichts der in weiten Teilen dünnen Besiedlung des riesigen Landes keine Kleinigkeit. Ein Brief bis 30 Gramm kostet im Inland 85 Cent, in die USA 1,20 und „International“ 2,50 Dollar. Neben Namen und Straßen müssen Sendungen den Ort, ein Kürzel der Provinz und eine Postleitzahl tragen, die aus einer Kombination von Buchstaben und Ziffern besteht. Wer sich über Tarife, Postämter, Markenausgaben, Versandarten, Postleitzahlen und so weiter informieren möchte, kann dies im Internet unter www.canadapost.ca tun.

Kontakt: Interessenten an diesem Sammelgebiet können sich an die seit 1976 bestehende Arbeitsgemeinschaft USA / Canada wenden. Sie informiert über www.arge-usa-canada.org über ihre Aktivitäten und Termine. Ansprechpartner ist Peter Kühlhorn, Elberfelder Straße 40, 42285 Wuppertal, Tel. 0202 / 435033, pkuehlhorn@yahoo.com.

Text: Walter Köcher /Abb.: delcampe.net, Drei Löwen GmbH


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Verfasst von: Stefan Liebig

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