Literatur-Tipp: Ab die Post! Wie du Briefe schreibst, Überraschungspakete schnürst und Badelatschen verschickst.

Literatur-Tipp: Ab die Post! Wie du Briefe schreibst, Überraschungspakete schnürst und Badelatschen verschickst.

Ein Buch erregt Aufsehen. Nein, niemand schreibt darin über Themen, die einst die Sittenpolizei interessierten, oder verbreitet Thesen, die selbst einem alternden Autor peinlich sein müssten. Das Buch [Provisionslink] erklärt etwas, das DBZ-Leser gewöhnlich im Elternhaus erlernt haben, mitunter auch in der Schule. Heute bedarf es dagegen eines Sachbuches, damit die Kinder lernen, wie man Briefe schreibt und versendet, ferner Pakete. Für manche Kinder, nicht nur aus der Unterschicht, ist das einst Selbstverständliche längst etwas Exotisches geworden. Daher stellten unter anderem die Wochenzeitung Die Zeit und der Norddeutsche Rundfunk das vorzügliche Buch umfassend vor, Erstere auf einer ganzen Seite. Präzise erklärt Antje von Stemm, wie man Briefe schreibt, frankiert und aufgibt, belässt es aber nicht bei ein, zwei Unterrichtseinheiten, sondern errichtet einen ganzen Kosmos rund um das Versenden und Empfangen von Post.

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Postalischer Kosmos – Ein Buch nicht nur für Kinder

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Die Palette der behandelten Themen reicht vom Basteln der Briefumschläge und Etiketten bis hin zu einem brieflichen Konfetti-Inferno. Urlaubspost für Faulenzer steht ebenso auf dem Programm wie ein großes Zahlenrätsel, Buchstabensalat, eine verschickte Umarmung – postalisch ist durchaus möglich, was den physikalischen Gesetzen zu widersprechen scheint – und natürlich auch Briefmarkenkunst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn mit der Flaschenpost endet der Postverkehr noch lange nicht. Sogar Abgründiges wie das Versenden anonymer Briefe behandelt der auch für Erwachsene lesenswerte Band, den Kerstin Schürmann liebevoll illustriert hat, selbstverständlich mitsamt Postschnecke. Manche ihrer Motive hätte man sich anstelle der gekünstelten Professorengrafik auf den Kindermarken der Deutschen Post gewünscht. Wer nach dem Lesen des Buches immer noch Facebook, WhatsApp und ähnliches bevorzugt, ist selbst schuld.

 

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Verfasst von: Torsten Berndt

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