Von Drachenmarken und Postbären

Von Drachenmarken und Postbären

Um 1630 entstanden Regierungspostämter in Japan. Einen öffentlichen Postdienst gab es aber erst ab 1871, als auch das Zeitalter der Briefmarken begann. Die Drachenmarken gehören heute zu den Klassikern der Weltphilatelie. Die moderne Post, die inzwischen teilprivatisiert wurde, repräsentiert ein Teddybär mit blauer Postmütze und blauer Posttasche. Julia Frese berichtet auf den Seiten 22 bis 24 der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitung aus der Postgeschichte Japans, einer Wirtschaftsweltmacht, die noch immer ein weitgehend unbekanntes Land ist.

Ein Blick in die Postgeschichte Japans

Die japanische Post ist seit einigen Jahren auf dem Weg von einem Staats- zu einem Privatunternehmen. Die inzwischen erfolgte Teilprivatisierung stellt einen gewaltigen Einschnitt in der Geschichte des Unternehmens dar.
Durchschnittlich 23 Neujahrskarten versandte jeder Japaner zum Jahreswechsel 2015. Zum wichtigsten Fest des Jahres gehört es zur gesellschaftlichen Etikette, Freunden, Verwandten und Geschäftspartnern auf dem Postweg Gesundheit und Erfolg zu wünschen. Doch trotz dieser fortbestehenden Tradition geht es der japanischen Post bereits seit mehr als einem Jahrzehnt wirtschaftlich immer schlechter. Schuld ist zum einen, dass die Kunden – wie in anderen Industrienationen auch – immer mehr auf digitale Kommunikationswege umsteigen.

Die 3-Sen-Marke der Freimarkenausgabe Neu-Koban, MiNr. 60, ergänzte den Wertstempel zu 1 Sen der Postkarte, die 1898 von Yokohama nach Wien reiste und von dort nach Hirschwang weitergeleitet wurde. Das dafür nötige Porto beglich die 2-Heller-Marke mit dem Porträt Kaiser Franz Josephs, MiNr. 70 (Heinrich Köhler).

Ein weiterer Faktor ist zum anderen die immer weiter schrumpfende Bevölkerung. Die demografische Entwicklung trifft die japanische Post mehrfach, denn diese ist bei Weitem nicht nur für das Versenden von Briefen und Grußkarten zuständig. Sie verkauft ihren Kunden auch Lebensversicherungen und ist darüber hinaus die größte Bank des Landes. Sie verwaltet rund 13 Prozent des Finanzvermögens der Japaner und zehn Prozent der japanischen Staatsanleihen. Der Regierung diente das Geld aus diesen an ein Staatsunternehmen verkauften Anleihen immer wieder als eine Art inoffizieller Staatshaushalt, aus dem sie Straßen, Gebäude oder Sportstadien finanzierten, um sich ihre Wähler gewogen zu machen. [..]

Sie finden den kompletten Beitrag von Julia Frese zur japanischen Postgeschichte in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitung 22/2017. Was Sie sonst noch erwartet, sehen Sie im Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe. Abonnenten erhielten das Heft bereits etwas im Voraus und konnten wie üblich schon einige Tage früher im Heft lesen – und sparen außerdem Geld gegenüber dem Kauf im Einzelhandel. Seit dem 1. September ist die erste Oktober-Ausgabe der DBZ 22/2017 aber natürlich auch am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder direkt über unseren Vertrieb erhältlich.

Beitragsfoto: www.pixabay.com


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Verfasst von: Stefan Liebig

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