Frühe Jul-Marken und Christmas Seals

Frühe Jul-Marken und Christmas Seals

Seit mehr als einem Jahrhundert tragen postalische Sendungen weihnachtliche Spendenmarken, die bei Sammlern oftmals für Verwirrung gesorgt haben. Auf Grund ihrer Gestaltung können die Vignetten leicht mit Briefmarken verwechselt werden. Sie zählen jedoch nicht zur Kategorie der Postwertzeichen mit Frankaturkraft; Sammler suchen sie daher vergeblich in den gängigen Katalogen.

Wer hat’s erfunden?

Ihre Erfindung wird dem dänischen Postmeister Einar Holbøll (1865−1927) zugeschrieben. Der Sohn eines Marineoffiziers war 1886 in den Dienst der Postverwaltung getreten. Wie die Geschichtsbücher berichten, kam er wohl im Dezember 1902 auf die Idee, als er beim Sortieren der Stapel von Weihnachtspost aus dem Fenster sah und zwei umherirrende, heimatlose Kinder erblickte. Für seine philantropische Tätigkeit entwickelte er 1903 den Vorschlag einer Grußmarke, die gegen einen kleinen Spendenbetrag erworben und während der Weihnachtszeit auf Postsendungen geklebt werden sollte. Auf diese Weise konnte der Absender ein sichtbares Zeichen setzen und die Behandlung gegen die gefürchtete Tuberkulose unterstützen, die zu jener Zeit als gefährlichste Krankheit galt und ein besonderes Risiko für das Leben von Kindern der ärmeren Bevölkerungsschichten darstellte. In Berlin hatte im Oktober 1902 die Erste Internationale Tuberkulose-Konferenz stattgefunden, zwei Jahrzehnte, nachdem Robert Koch (1843−1910) erfolgreich ein Bakterium als Erreger der Krankheit identifizieren konnte, 1905 mit dem Nobelpreis honoriert wurde…

Artikel aus der DBZ 25/2017

Sie finden den kompletten Beitrag von Michael Burzan in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitung 25/2017. Was Sie sonst noch erwartet, sehen Sie im Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe. Abonnenten erhielten das Heft bereits etwas im Voraus und konnten wie üblich schon einige Tage früher im Heft lesen – und sparen außerdem Geld gegenüber dem Kauf im Einzelhandel.


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