Umweltschutz: Biologische Vielfalt

Umweltschutz: Biologische Vielfalt

Von der üppigen und artenreichen Vegetation, die der junge Charles Darwin 1832 bei seiner Ankunft in Brasilien vorfand, sind heute nur noch spärliche Reste erhalten. In Jahrhunderten hat der Mensch zerstört, was die Natur in Jahrmillionen hervorbrachte. Anatol Kraus schildert, warum biologische Vielfalt auch für unsere eigene Existenz unverzichtbar ist und wie wir sie für künftige Generationen bewahren können.

Wurzeln des Lebens

Als der junge Charles Darwin während seiner fünfjährigen Forschungsreise mit der HMS Beagle in Bahía, dem heutigen Salvador, vor Anker ging und den Fuß erstmals auf brasilianischen Boden setzte, war er überwältigt von der Naturschönheit und der Üppigkeit des tropischen Regenwaldes. In seinem Reisetagebuch hielt er die Eindrücke vom 28. Februar 1832 fest: „Es wäre schwierig sich etwas so Großartiges vorzustellen, ohne diesen Anblick gesehen zu haben. – Doch bedarf es der wahren Natur, es gerade so einzurichten. […] Die Freude, die jemand in einem solchen Augenblick empfindet, verwirrt den Verstand. – Wenn das Auge dem Flug eines prächtigen Schmetterlings zu folgen versucht, wird es von der Merkwürdigkeit eines Baumes oder einer Frucht ganz gefangen genommen; Wer ein Insekt beobachtet, vergisst es angesichts der noch eigenartigeren Blume über die es kriecht.“ Aus den Forschungsergebnissen dieser Reise entwickelte Darwin seine bahnbrechende und auf natürlicher Auslese basierende Evolutionstheorie, die er 1859 in seinem Hauptwerk „Über die Entstehung der Arten“ veröffentlichte. Darwins Idee konnte sich bis heute in der Wissenschaft behaupten. Wie aber ist es seither dem brasilianischen Regenwald ergangen?

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Darwins fünfjährige Reise auf der HMS Beagle führte ihn um die ganze Welt. Die für seine Evolutionstheorie auschlaggebenden Entdeckungen machte er auf den Galapagosinseln (MiNr. 350–353).

Späte Warnung

Die Ausführungen des renommierten Biologen und Insektenkundlers Edward O. Wilson waren erschreckend, als er auf dem „National Forum on BioDiversity“ in Washington D.C. ans Rednerpult trat: Bereits 99 Prozent vom tropischen Küstenwald Brasiliens waren gerodet, auch auf Madagaskar und in Ecuador waren nur fünf Prozent des Regenwaldes unversehrt geblieben. Unzählige Tier- und Pflanzenarten hatten dadurch ihren Lebensraum verloren und waren ausgestorben.
Das war im September 1986. Die anderen Teilnehmer – allesamt führende Experten auf ihrem Gebiet – teilten Wilsons Ansichten und machten ebenfalls auf die weltweit anhaltende Zerstörung der Natur sowie den damit einhergehenden dramatischen Rückgang biologischer Vielfalt aufmerksam.

Trias des Lebens

Die weltweite Öffentlichkeit reagierte prompt. Besonders ein Begriff tauchte in den Medien immer wieder auf und die Notwendigkeit ihres Schutzes bestimmte die Debatte: Biodiversität. Forscher verstehen heute darunter mehr als nur eine bloße Vielfalt der Arten. Sie umfasst außerdem die des Erbguts innerhalb und zwischen den Arten sowie ihrer natürlichen Lebensräume. Etwa so wurde der Begriff auch im Abkommen über die biologische Vielfalt, kurz CBD (Convention on Biological Diversity), definiert. [..]

Titelthema der DBZ 19/2018

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Verfasst von: Stefan Liebig

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