Neuheiten Oktober 2018: Blumen, Fernsehen, Kunst, Geschichte

Neuheiten Oktober 2018: Blumen, Fernsehen, Kunst, Geschichte

Am 11. Oktober erscheinen die neuen Briefmarken aus dem Ausgabeprogramm 2018 der Deutschen Post AG.

Blumen: Hauswurz

Unter anderem wird die Dauerserie „Blumen“ weitergeführt. Behandelt wird diesmal das Dickblattgewächs namens Sempervivum, genannt Hauswurz.

Von ihr gibt es insgesamt ungefähr 200 Arten. Die meisten weisen kleine gelbe, rosa oder weiße sternförmige Blüten auf. Die symmetrischen Blattrosetten der Pflanze breiten sich zu dichten Polstern aus. In ihren Blättern können sie Wasser speichern. Deshalb stellt Trockenheit keine große Bedrohung für die Hauswurz dar. Die Hauswurz fängt erst nach einigen Jahren an, zu blühen. Die Rosetten sterben danach zwar ab. Sie hinterlassen jedoch viele Nebenrosetten.

Der botanische Name der Hauswurz kommt zum Einen vom lateinischen Wort „semper“. Es bedeutet „immer“. Zum Anderen kommt er von „vivus“, das „lebend“ heißt. Die deutsche Bezeichnung Hauswurz hat ihren Ursprung im althochdeutschen Begriff „wurz“. Er wurde früher für Wurzeln und Pflanzen verwendet.

Bei der Hauswurz handelt es sich um eine immergrüne Pflanze. Ihre Staude ist winterhart und behält ihre Blätter auch in der Kälte. Es gibt sie in einem Gebiet, das sich über Nordafrika, Spanien, die Alpen, Karpaten und den Balkan, Nordost-Anatolien und Armenien sowie den Kaukasus erstreckt. Hauswurze findet man vor allem auf sonnenbeschienenen Felsen und in steinigen Gebieten der montanen, subalpinen sowie alpinen Zone.

Die Briefmarke „Hauswurz“ mit dem Wert von 220 Cent ist für Warensendungen der Kategorie Groß (bis 150 mm hoch, bis 500 g) sowie der Kategorie Maxi (bis 50 mm hoch, bis 1 000 g schwer) der Deutschen Post zu nutzen.

Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neuman
Ersttag: 11. Oktober 2018
Wert: 220 Cent
Michel-Nr.: 3414
Philotax-Nr.: 3285
Bestell-Nr. NL Philatelie: 150909067, 151017630 (Kleinrolle 100 Stück)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 21,50 mm x 30,13 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: lag bei Redaktionsschluss nicht vor, vermutlich Ausschnitt des Motivs

Deutsche Fernsehlegenden: Dinner for One


Auch die Sondermarkenserie „Deutsche Fernsehlegenden“ wird am elften Oktober fortgesetzt. In diesem Monat geht es um „Dinner for One-Der 90. Geburtstag“

Zum ersten Mal ausgestrahlt wurde die etwa 18 Minuten dauernde Produktion am 8. März 1963 im Rahmen der Sendung „Guten Abend, Peter Frankenfeld“. Seit 1972 gehört Dinner for One zum alljährlichen Silvesterprogramm im deutschen Fernsehen. Für manche Menschen ist es fester Bestandteil des Jahreswechsels. Gezeigt wird es am 31. Dezember auf allen dritten Programmen der ARD. Es handelt sich um eine der wenigen Sendungen in englischer Sprache.1988 trug man Dinner for One ins Guinness-Buch der Rekorde „als weltweit am häufigsten wiederholte Fernsehproduktion“ ein.

Zu Beginn von Dinner for One führt ein Conférencier in die Situation ein: Wie in jedem Jahr begeht Miss Sophie, eine betagte, in wohlhabenden Verhältnissen lebende Dame, ihren Geburtstag. Wie immer stehen vier Herren und Weggefährten auf der Gästeliste: Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom. Das Auffällige daran: Alle sind mittlerweile verstorben. So hat sich in den letzten Jahren ein bizarres Ritual etabliert: James, der treue Butler Miss Sophies, schlüpft in die Rollen der einstigen Bekannten. Dies bedeutet, dass James nicht nur allen imaginären Gästen vier Gänge mit passenden alkoholischen Getränken serviert. Von den verschiedenen Drinks nimmt er auch für jeden einen Schluck. Miss Sophie unterhält sich währenddessen mit den vier von James verkörperten Charakteren. Dafür imitiert er ihre Stimmen und Manierismen und zitiert Sprüche, welche die Herren üblicherweise zu äußern pflegten.Vor jedem Gang tritt James allerdings kurz aus seinem Spiel heraus und fragt seine ältliche Arbeitgeberin im immer gleichen Wortlaut, ob er das Schauspiel fortführen muss: „Same procedure as last year, Miss Sophie?“ Diese antwortet ebenfalls stets mit den gleichen Worten: „Same procedure as every year, James!“ Die Folge ist, dass der Butler im Lauf des Dinners immer betrunkener wird. Er kommt ins Schwanken und beginnt, zu lallen. Zudem passieren ihm Missgeschicke: Zum Beispiel stolpert James wiederholt über den Kopf eines Tigerfells, dass auf dem Boden des edlen Speisezimmers liegt. Am Ende des Dinners stellt James seine wiederkehrende Frage ein letztes Mal. Es kommt zu einem überraschenden Schluss des Abends.

Entwurf: Thomas Steinacker
Ersttag: 11. Oktober 2018
Wert: 45 Cent
Michel-Nr.: 3415
Philotax-Nr.: 3286
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104815
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 mm x 26,20 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Ausschnitte des Fotos auf der Marke „Dinner for One“, „Erstausstrahlung 8.3.1963“

Schätze aus deutschen Museen: Johann Gottfried Schadow-Die Prinzessinnengruppe

Johann Gottfried Schadows Doppelstatue der preußischen Prinzessinnen Friederike und Luise gilt als eines der bedeutendsten Werke des deutschen Frühklassizismus. In marmorner Form kann man sie in der Eingangsachse der Alten Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel finden. Die Gipsversion der sogenannten „Prinzessinnengruppe“ steht in der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin.

Im Jahr 1795 erarbeitete der Berliner Bildhauer zunächst zwei Portraitbüsten der Prinzessinnen aus Ton. Prinzessin Friederike und Prinzessin Luise waren die Gemahlinnen von Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Ludwig. Bei diesen handelte es sich um die Söhne König Friedrich Wilhelm des II.

Auf das erste Werk Schadows folgte ein zweiter königlicher Auftrag für ein lebensgroßes Doppelstandbild. Schadow schuf eine Skulptur aus Gips. Sie wurde auf der Herbstausstellung der Akademie der Künste zu Berlin gezeigt.

Johann Gottfried Schadow wurde am 20. Mai 1764 in Berlin geboren. Er studierte beim Leiter der königlichen Bildhauerwerkstatt Jan Pieter Antoon
Tassaert. Später folgte er seinem Lehrer in dieses Amt nach. Um sich mit der Bildhauerei der Antike auseinandersetzen, weilte Schadow zwei Jahre
lang in Italien. Im Anschluss war er bei der königlichen Prozellanmanufaktur beschäftigt. Auch hatte er den Posten des Direktors der Skulpturen beim Hofbauamt inne. Neben der Prinzessinnengruppe stellt der Entwurf für die Quadriga, den antiken Streitwagen, auf dem Brandenburger Tor Schadows berühmteste Arbeit dar. Unter seinen Marmordenkmälern ist zum Beispiel die Statue Friedrich des Großen in Stettin. Auch schuf er das Reiterdenkmal des Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher in dessen Geburtsstadt Rostock. Schadow starb 1850 in seiner Geburtsstadt. Sein Grab befindet sich dort auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.

Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann
Ersttag: 11. Oktober 2018
Wert: 85 Cent
Michel-Nr.: 3416
Philotax-Nr.: 3287
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104816
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, München
Größe: 33 mm x 39 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Auschnitt der Skulptur, „ALTE NATIONALGALERIE STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN“

Lübecker Märtyrer

Zu Ehren der Lübecker Märtyrer wird am elften Oktober eine Sondermarke ausgegeben: Herman Lange, Eduard Müller, Johannes Prassek und Karl Friederich Stellbrink wurden am 22. und 23. Juni 1943 in Hamburg hingerichtet. Die Geistlichen lebten und arbeiteten in Lübeck. Stellbrink war evangelischer Pastor, die anderen gehörten der katholischen Kirche an.

Im Jahr 1942 kritisierten die vier öffentlich die Gewalttaten und Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. Man verhaftete, verurteilte und ermordete sie.

2011 wurden die katholischen Lange, Müller und Prassek in Lübeck in das Verzeichnis der Seligen aufgenommen. Auch des evangelischen Stellbrinks gedachte man während dieses feierlichen Gottesdiensts.

 

 

 

 

 

Entwurf: Christopher Jung
Ersttag: 11. Oktober 2018
Wert: 70 Cent
Michel-Nr.: 3417
Philotax-Nr.: 3288
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104817
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Größe: 39 mm x 33 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, grün-braun, braun


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Verfasst von: Marius Prill

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