Deutsch-jüdische Literatur auf Briefmarken

Deutsch-jüdische Literatur auf Briefmarken

Als Tochter eines Vaters mit jüdischen Wurzeln war die deutsche Schriftstellerin Elisabeth Langgässer auch den Repressalien der nationalsozialistischen Willkürherrschaft ausgesetzt. Zwar erlag sie zu Anfang noch dem „großen Verführer“, wurde aber schon 1936 mit einem Publikationsverbot belegt und während der Kriegsjahre zur Zwangsarbeit herangezogen. Ihre älteste Tochter Cordelia entrann nur mit knapper Not der Todesfabrik Auschwitz.

Langgässers Werk

Mit Langgässers literarischem Erbe ist uns ein beredtes Mahnmal zur Aufarbeitung von Shoah und NS-Zeit erhalten. Sie übt darin auch Kritik an ihrer Zunft und sich selbst, deren Haltung während der Schreckensjahre sie als „Tändeln mit Blumen und Blümchen über dem scheußlichen, weit geöffneten, aber eben mit diesen Blümchen überdeckten Abgrund der Massengräber“ bezeichnete. Posthum erhielt sie 1950 den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, zu deren Mitbegründern sie zählt.

Vortrag in Darmstadt

Die Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft widmet sich seit 1984 der Verbreitung und Erforschung ihres Werkes wie auch anderer Autorinnen und Autoren. Am kommenden Mittwoch, dem 20. März, lädt der Vorsitzende Karlheinz Müller um 19 Uhr unter dem Titel „Gezähnte Erinnerungen“ zu einem reich bebilderten Vortrag über deutsch-jüdische Literaturgeschichte auf Briefmarken ein, da diese das kulturelle Selbstverständnis eines Landes oder einer Epoche widerspiegeln. Veranstaltungsort ist „Das Offene Haus“ im Evangelischen Forum, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende jedoch erbeten.


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Verfasst von: Anatol Kraus

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