Neuheiten Mai 2019: Sport und Fernsehen, Vögel, Geschichte

Neuheiten Mai 2019: Sport und Fernsehen, Vögel, Geschichte

Reklame

Am 2. Mai erscheinen die neuen Briefmarken aus dem Ausgabeprogramm 2019 der Deutschen Post AG.

Briefmarke Deutschland Springreiten
Briefmarke Deutschland Langlauf
Briefmarke Deutschland Schwimmen

Für den Sport: Legendäre Olympiamomente

In Deutschland erscheinen am zweiten Mai 2019 fünf Sonderpostwertzeichen. Unter anderem handelt es sich um drei Zuschlagsmarken. Ihr Erlös kommt der Stiftung Deutsche Sporthilfe zugute. Diesmal geht es um einprägsame Olympiaübertragungen und Kommentare von Sportreportern.
Zum Einen wirft man einen Blick zurück auf die Olympischen Spiele des
Jahres 1956. Sie fanden in der schwedischen Hauptstadt Stockholm statt. Mit seinem Pferd Halla gewann der deutsche Springreiter Hans Günter Winkler eine Goldmedaille. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einen Muskelriss in der linken Leiste erlitten. Der Journalist Hans-Heinrich Isenbart hatte den Eindruck, sein Pferd spürte, worum es beim entscheiden Umlauf ging. Er kommentierte: „Halla ist ein Pferd, das über alle Weiten fliegen kann, und dabei geht sie so, dass wir meinen, sie lacht mitunter… man merkt es bis zu uns herauf, die hat eine Ahnung, worum es sich hier handelt. Und jetzt wollen wir sehen, der letzte Sprung und …“ Mit den Spielen von 1956 begann Isenbarts lange, bis in die späten 80er-Jahre dauernde Karriere beim Fernsehen. Er war bekannt als ausgeprägter Pferdeliebhaber und -experte. Winkler und Halla erlangten zwischen 1956 und 1976 fünf olympische Goldmedaillen.
Die Olympischen Winterspiele des Jahres 1980 wurden im US-amerikanischen Lake Placid ausgetragen. Beim Langlauf über 15 Kilometer trat Jochen Behle aus dem hessischen Willingen an. Der 19-jährige galt als Außenseiter. Überraschenderweise lag er jedoch zeitweise an der Spitze. Den Fernsehkameras gelang es allerdings nicht, Behle dabei einzufangen. Wiederholt rief der ZDF-Kommentator Bruno Moravetz, zu diesem Zeitpunkt schon in seinem vierten Jahrzehnt als Wintersportexperte, daher aus: „Wo ist Behle?“ Der Athlet belegte schließlich den zwölften Platz. Später war Behle in seiner Disziplin als Trainer tätig. Er arbeitete mit Olympia- und Weltcupteilnehmern.
Bei den Sommerspielen 1984 in Los Angeles gewann der deutsche Schwimmer Michael Groß die Silbermedaille über 200 Meter Schmetterling. Sein Spitzname war „Albatross“. Jörg Wontorra kommentierte seit Kurzem
für die ARD-Sportschau. Als Groß um die Goldmedaille schwamm, feuerte er ihn vergeblich an: „Flieg, Albatross, flieg!“ Der Schwimmer holte nur Silber. Bei denselben Spielen gewann er jedoch Gold über 200 Meter Freistil. Insgesamt verzeichnete in seiner Laufbahn 21 Titel bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften. Auch Jörg Wontorra wurde zu einer Institution des Sportfernsehens. Bis heute ist er im Bereich des Fussballs aktiv.

Entwurf: Prof. Armin Lindauer
Ersttag: 2. Mai 2019
Wert: Motive: 70 Cent + 30 Cent („Und Halla lacht, als wüsste sie, um was es geht.“, Olympische Sommerspiele Stockholm 1956), 85 Cent + 40 Cent („Wo ist Behle?“, Olympische Winterspiele Lake Placid 1980), 145 Cent + 55 Cent („Flieg, Albatros, Flieg!“, Olympische Sommerspiele Los Angeles 1984)
Michel-Nr.: 3460 (70 Cent + 30 Cent), 3461 (85 Cent + 40 Cent), 3462 (145 Cent + 55 Cent)
Philotax-Nr.: 3334 (70 Cent + 30 Cent), 3335 (85 Cent + 40 Cent), 3336 (145 Cent + 55 Cent)
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151400013 (70 Cent + 30 Cent), 151400014 (85 Cent + 40 Cent), 151400015 (145 Cent + 55 Cent), 151400016 (Für den Sport, drei Werte)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: je 44,20 mm x 26,20 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: jeweils weißer Grund und „Gutes tun Mit Briefmarken helfen“

Heimische Vögel: Goldammer

Die Goldammer, latinisch Emeriza citrinella“, kann man in fast überall in Europa finden. Der Naturschutzbund Deutschland und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern erklärten sie im Jahr 1999 zum „Vogel des Jahres“. Mit diesem Titel wird auf Vögel aufmerksam gemacht, deren Bestand und Lebensräume gefährdet sind. Am zweiten Mai ziert die Goldammer die deutsche „EUROPA“-Marke für 2019.
Goldammermänchen haben an ihrem Kopf und der Brust leuchtend gelbes
Gefieder. Ihre Flügeldecken weisen rostbraune Streifen auf. Das Gefieder der Weibchen und Jungvögel ist grünlich-gelb und stärker gestreift. Alle
Goldammern haben einen zimtbraunen Bürzel. Die Vögel sind oft in
Büschen und Hecken zu entdecken. Sie ernähren sich vor allem von Samen. Danach suchen sie in den frühen Morgenstunden.

Briefmarke Deutschland Goldammer
Die Goldammer auf einer Briefmarke.
Stempel Bonn Goldammer
Stempel Berlin Goldammer

Entwurf: nexd
Ersttag: 2. Mai 2019
Wert: 70 Cent
Michel-Nr.: 3463
Philotax-Nr.: 3337
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104843
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Größe: 44,20 mm x 26,20 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier
DP II
Bogenrandgestaltung: grün, Blätter an Ästen

Huldrych Zwingli – 500 Jahre Zürcher und oberdeutsche Reformation

Briefmarke Deutschland Huldrych Zwingli

Im 16. Jahrhundert kam es zu einer konfessionellen Spaltung des christlichen Glaubens in die Römisch-Katholische Kirche auf der einen Seite und die Evangelische Kirche auf der anderen. Für die Entstehung der protestantischen Evangelisch-Reformierten Kirchen war das Wirken Huldrych Zwinglis von großer Bedeutung. Die Deutsche Post und die Schweizer Post geben zur Erinnerung daran am zweiten Mai 2019 gemeinsam eine Sondermarke heraus (siehe auch Seite 64 in diesem Heft).

Stempel Berlin Huldrych Zwingli
Stempel mit
Huldrych Zwingli.

Huldrych Zwingli kam am 1. Januar 1484 in Wildhaus zur Welt. Es befindet sich im Schweizer Kanton St. Gallen. Zwingli war der Sohn eines wohlhabenden Bauern. Als Kind besuchte er die Lateinschule. In Basel und Wien studierte er nicht nur eine Zeit lang Theologie. Darüberhinaus beeinflusste ihn das humanistische Denken seiner Gegenwart sowie die Schriften des Erasmus von Rotterdam. 1506 wurde Zwingli zum Priester geweiht. Zunächst arbeitete er als Pfarrer und Seelsorger der Gemeinde Glarus. Auch war er Feldprediger für Schweizer Söldner, die in Italien kämpften.
Als Leutpriester am Züricher Grossmünster begann Zwingli ab 1519, Kritik an wichtigen Vorstellungen und Traditionen der Katholischen Kirche zu üben. In den Jahren 1523 und 1524 verteidigte er seine Ansichten in drei Disputationen. Auch außerhalb Zürichs fanden sie zunehmend Anklang.
Wie die anderem beiden berühmten Reformatoren Martin Luther und Johannes Calvin forderte Zwingli, dass sich der christliche Glauben hauptsächlich auf die Bibel konzentrieren müsse. Die Lektüre und Beschäftigung mit der Heiligen Schrift war auch außerhalb der Kirche und im Alltag möglich und geboten. Bestimmte Traditionen und Vorgaben durch die Kirche, zum Beispiel das Pflichtzölibat und die Heiligenverehrung, sollten abgeschafft werden.
Im Brot und Wein des Abendmahls war Jesus Christus in Zwinglis Augen nicht wirklich anwesend. Es handelte sich für ihn stattdessen um Zeichen,
anhand derer man sich an Christus erinnerte. Luther ging dagegen von einer Realpräsenz Jesu aus. Zwingli und er trafen sich im Jahr 1529 in Marburg, um das Abendmahl zu diskutieren. Ihre unterschiedlichen Sichtweisen blieben jedoch in den reformierten und lutheranischen Strömungen des Protestantismus erhalten.
Auf der Sondermarke vom zweiten Mai ist ein Zitat des Reformators Zwingli zu lesen. Den Aufruf „Tut um Gotteswillen etwas Tapferes!“ tätigte er gegenüber dem Rat Zürichs. Er wollte, dass die Stadt gegen die katholischen Kantone des Landes Krieg führte. Zwischen 1529 und 1531 kam es zu den „Kapplerkriegen“. Ihren Namen haben sie von der Gemeinde Kappeln am Albis im Kanton Zürich. Zürich und seine verbündeten reformierten Kräfte unterlagen den katholischen Kantonen. Huldrych Zwingli selbst starb während der Schlacht bei Kappel im Oktober 1531.

Stempel Bonn Huldrych Zwingli

Entwurf: Matthias Wittig mit einem Porträt Huldrych Zwinglis von Hans Asper aus den Jahren 1531/32, © akg-images
Ersttag: 2. Mai 2019
Wert: 150 Cent
Michel-Nr.: 3464
Philotax-Nr.: 3338
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104844
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Größe: 33 mm x 39 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weißer Grund, rote Ausrufezeichen

Am zweiten Mai 2019 erscheint desweiteren die Maxirolle „Tausendgüldenkraut“. Sie umfasst 10 000 selbstklebende Marken zu je 28 Cent. Abgebildet ist darauf das gleichnamige Motiv aus der Dauerserie „Blumen“. Die Werte sind 21,5 Millimeter mal 30,13 Millimeter groß. Die Bestellnummer der Maxirolle bei der Niederlassung Philatelie in Weiden lautet 144 000 007.

Marius Prill


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Verfasst von: Marius Prill

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