Neuheiten Juni 2019: Leuchttürme, Mikrowelten, Geschichte und Museen

Neuheiten Juni 2019: Leuchttürme, Mikrowelten, Geschichte und Museen

Am 6. Juni erscheinen die neuen Briefmarken aus dem Ausgabeprogramm 2019 der Deutschen Post AG.

Briefmarke Deutschland Leuchtturm Campen

Leuchttürme: Campen

Am 6. Juni 2019 setzt man die „Leuchttürme“-Reihe fort. Diesmal wird der Leuchtturm Campen behandelt. Er befindet sich im niedersächsischen Ort Campen, an der Mündung der Ems in die Nordsee sowie unweit des Hafens der Stadt Emden.
Der Leuchtturm Campen stammt aus dem Jahr 1889. Er hat eine Tragweite von 30 Seemeilen, also etwa 55 Kilometern. Es handelt sich um einen Stahlfachwerkturm mit drei Standbeinen. Seine Höhe beträgt 65,3 Meter. Dies macht ihn zum höchsten Leuchtturm in Deutschland. Der Leuchtturm Campen ist rot-weiß gestrichen und hat ein grünes Dach. Als Lichtquelle setzte man anfangs elektrisch betriebene Kohlebogenlampen ein. Nach 1906 erzeugten zwei Dieselmotoren des Unternehmens MAN, Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, den Strom. Der Leuchtturm Campen wird seit den 1970er-Jahren automatisch betrieben. Er arbeitet mit einer Lichtstärke von 4,5 Millionen Candela.


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Leuchttürme – Ganze Welt 2018

ISBN: 978-3-95402-163-5
Preis: 69,80 €
Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands.

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Entwurf: Susanne Wustmann und Professor Dieter Ziegenfeuter
Ersttag: 6. Juni 2019
Wert: 70 Cent
Michel-Nr.: 3465
Philotax-Nr.: 3339
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104847
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel
Security-Print GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Größe: 39 mm x 33 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: beige, weiß, darauf schwarz-weiße Rahmenlinien

Mikrowelten: Palladium

Briefmarke Deutschland Palladium

Auch die Serie „Mikrowelten“ wird diesen Monat fortgesetzt. Man veröffentlicht einen Wert zum Palladium. Es handelt sich um ein widerstandsfähiges Edelmetall. Sein chemisches Symbol ist „Pd“.
Palladium ist härter und zäher als Platin. Wie Gold kann man es jedoch sehr gut schmieden, schweißen und zu dünnen Plättchen aushämmern oder zu Feinstfolien auswalzen. Bei Raumtemperatur reagiert Palladium nicht mit Sauerstoff. Deshalb läuft es an der Luft nicht an und ist korrosionsbeständig.
Palladium ist seit 1803 bekannt. Die englischen Chemikern William Hyde Wollaston und Smithson Tennant stießen darauf, als sie mit südamerikanischem Platinerz experimentierten. Benannt wurde Palladium nach dem Planetoiden Pallas. Er wurde im Jahr zuvor entdeckt. Seinen Namen bekam er wiederum von der griechischen Göttin Pallas Athene.
Am meisten wird Palladium in der Kraftfahrzeugindustrie verwendet. Vor allem benutzt man es für Abgaskatalysatoren. Auch die Schmuckindustrie arbeitet mit Palladium. In der Elektrotechnik wird es in Kontaktwerkstoffen für Kommunikationsanlagen wie Tablet-PCs, Mobiltelefone und Digitalfernseher gebraucht.
Für die Mikrowelten-Ausgabe dieses Monats verwendete man abermals ein Foto Manfred P. Kages. Er arbeitet seit 60 Jahren im Bereich der Mikrofotografie. Der gelernte Chemotechniker bildet Strukturen ab, die man nur mit Mikroskopen erkennen kann. Es entstehen ästhetisch ansprechende sowie wissenschaftlich erhellende Bilder.

Stempel Bonn Palladium
Stempel Berlin Palladium

Entwurf: Andrea Voß-Acker mit einem Foto des Palladiums in 230-facher Vergrößerung von KAGE Mikrofotografie
Ersttag: 6. Juni 2019
Wert: 85 Cent
Michel-Nr.: 3466
Philotax-Nr.: 3340
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104846
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 39 mm x 33 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: hell orange, „Palladium“, „MIKROWELTEN“, Ausschnitt eines Mikrofotos

25 Jahre Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Briefmarke Deutschland Haus der Geschichte
Das Haus der Geschichte in Bonn auf einer Briefmarke.
Stempel Berlin Haus der Geschichte
Stempel Bonn Haus der Geschichte


Seit 25 Jahren gibt es das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Es gehört zur gleichnamigen Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie wurde ab 1986 aufgebaut. Den Vorschlag dazu lieferte vier Jahre zuvor der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl. Neben dem Museum in Bonn betreibt die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland seit 1999 das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig sowie seit 2011 den Tränenpalast, die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße Berlin, und seit 2013 das Museum in der Kulturbrauerei in Berlin. Der Sitz der Stiftung befindet sich in Bonn. Der dortige Standort ist der größte der insgesamt vier Museen. Alle Museen thematisieren die Geschichte Deutschlands seit 1945. Es geht unter anderem um die deutsche Teilung, die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR, die friedliche Revolution und Wiedervereinigung sowie Themen und Herausforderungen der Gegenwart. Nicht nur Entwicklungen und Geschehnisse auf der politischen Ebene, sondern auch Alltags-und Kulturgeschichte werden vermittelt.
In den Museumssammlungen befinden sich insgesamt rund eine Millionen Objekte. Es handelt sich zum Beispiel um Dokumente sowie Film-und Tonaufnahmen, Möbel, Textilien, Verpackungen und Maschinen. Die Objekte, Erinnerungen und Kulturgüter werden gesammelt und bewahrt. In
verschiedenen Ausstellungen können sie gezeigt und unter bestimmten Gesichtspunkten beleuchtet werden. Den Menschen und der Öffentlichkeit wird ermöglicht, sich mit der Vergangenheit und Geschichte auseinanderzusetzen sowie die eigene Gegenwart zu reflektieren. Neben wechselnden Ausstellungen zeigen die verschiedenen Museen unterschiedliche Dauerausstellungen. In Bonn trägt sie den Titel „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“, in Leipzig heißt die Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Der Tränenpalast zeigt die Dauerausstellung „Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung“ und das Berliner Museum in der Kulturbrauerei die Exposition „Alltag in der DDR“. Im Berliner Tränenpalast befasst man sich in der Dauerausstellung speziell mit der Teilung der Stadt in eine Ost– und eine West-Hälfte zwischen 1961 und 1989. Am Bahnhof Friedrichstraße befand sich in dieser Zeit einer der Grenzübergänge. Die Dauerausstellung im Tränenpalast zeigt, wie dort der tägliche Verkehr, die Zoll- und Passkontrollen sowie die Überwachung abliefen. Zum Beispiel können Besucher durch eine echte Passkontrollkabine gehen. Die zentrale Rolle in der Dauerausstellung Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung spielen allerdings die persönlichen Geschichten der Menschen, die mit dem Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße in Berührung kamen. Es wird demonstriert, wie sie mit Briefen und Paketen Kontakt mit Familienmitgliedern im anderen Teil der Stadt hielten, unerlaubte Dokumente schmuggelten und aus der DDR flohen. Auch geht die Ausstellung auf den Zeitraum und die Geschehnisse um den Mauerfall im Berlin des Jahres 1989 ein.
Die Dauerausstellung in der Berliner Kulturbrauerei konzentriert sich auf die Öffentlichkeit sowie das Berufs-und Privatleben in der DDR der 1970er- und 80er-Jahre. Besonders thematisiert man, wie die Bürger des Landes einerseits die Unterdrückung und Einschränkungen durch das SEDRegime erlitten sowie andererseits Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten in der Diktatur fanden. Die Ausstellung arbeitet zum Beispiel mit Rekreationen von Wohnzimmern, Gaststätten oder Werkbänken durch originale Objekte. Aktuell und noch bis zum 25. August 2019 kann man in der Kulturbrauerei die Wechselausstellung „Nach dem Mauerfall. Daniel Biskup. Fotografien 1990–1995“ besuchen. Die Bilder des renommierten Fotojournalisten und Dokumentarfotografen vermitteln die Stimmungen und die Erfahrungen der Bürger im Gebiet der ehemaligen DDR unmittelbar nach der Wiedervereinigung. Stellten der Wandel der Arbeits- und Konsumwelt sowie der politischen Verhältnisse die Menschen dort doch vor große Herausforderungen.
Die Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig beschäftigt sich mit der Entwicklung der Bundesrepublik sowie der DDR. Die Jahre ab 1989 und der Wiedervereinigung stellen jedoch einen Schwerpunkt dar. Fanden in Leipzig doch die Montagsdemonstrationen statt, die im Herbst 1989 zum Mauerfall beitrugen. Außerdem geht es um den Prozess des Zusammenwachsens der alten und neuen Bundesländer sowie Probleme der jüngsten Vergangenheit, zum Beispiel Terrorismus und die Flüchtlingskrise. Historische Objekte, mit denen die Ausstellung operiert, sind etwa der Tisch des SEDPolitbüros und Stücke des Zauns der deutschen Botschaft in Prag. Dort erstritten tausende Bürger der DDR ab dem Spätsommer 1989 ihre Ausreise in die Bundesrepublik. Die Bonner Dauerausstellung beleuchtet unter anderem die Nachkriegsjahre, den Kalten Krieg und die Teilung Deutschlands. Man berücksichtigt sowohl Politik als auch Alltagsgeschichte. Besucher können etwa einen echten „Rosinenbomber“ von innen betrachten oder Werbespots aus den 1950er-Jahren anschauen. Interviews mit Zeitzeugen und Objekte erzählen aber auch von den Studentenunruhen der ’68er sowie den Erfahrungen von „Gastarbeitern“ in den 1970er-Jahren.

Entwurf: Stefan Guzy
Ersttag: 6. Juni 2019
Wert: 260 Cent
Michel-Nr.: 3467
Philotax-Nr.: 3341
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104845
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 34,89 mm x 34,89 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, gelber Rand

mp


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Nordamerika 2018 (ÜK 1.1)

ISBN: 978-3-95402-246-5
Preis: 89,00 €
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Verfasst von: Marius Prill

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