Neuheiten Mai 2020: Olympische Spiele, Literatur und Postgeschichte

Neuheiten Mai 2020: Olympische Spiele, Literatur und Postgeschichte

Am 7. Mai erscheinen die neuen Briefmarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post AG.

Für den Sport: Neue Olympische Sportarten

Briefmarke Deutschland Karate
Karate wird bei den Spielen 2021 in Tokio olympische Sportart, MiNr.: 3544.

Wegen des Coronavirus wurden die nächsten Olympischen Spiele vom Sommer 2020 auf 2021 verschoben. Die Spiele werden in Tokio stattfinden. Sie sollen drei neue Sportarten umfassen. Dies behandeln drei neue Zuschlagsmarken der Serie „Für den Sport“. Die Werte erscheinen am 7. Mai 2020.
In der olympischen Kampfsportart Karate werden zwei Disziplinen ausgetragen. Im „Kata“ führt ein einzelner Sportler bestimmte Bewegungen durch, als ob er gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfen würde. Es gibt etwa 50 verschiedene Abfolgen von Abwehr- und Angriffstechniken, „Katas“, die vorzutragen sind. „Kata“ heißt in japanischer Sprache „Form“.
Beim „Kumite“ treten zwei Karateka in bis zu drei Minuten dauernden Kämpfen gegeneinander an. Zwar richten sie Schlag- und Tritttechniken gegeneinander. Jedoch geht es beim Karatewettkampf ausdrücklich darum, den Kampfpartner nicht zu verletzen. Das japanische Wort „Kumite“ bedeutet „verbundene Hände“.
Jeweils 40 Männer und Frauen nehmen an den olympischen Karatewettkämpfen teil, bei den Frauen in den Gewichtsklassen bis 55, bis 61 sowie ab 61 Kilogramm. Die Männerwettkämpfe sind in die Gewichtsklassen bis 67, bis 75 und ab 75 Kilogramm eingeteilt.
Im Karate gibt es diverse Stile. Die World Karate Federation (WKF) und die European Karate Federation (EKF) erkennen Gōjū-Ryū, Shōtōkan, Shitō-Ryū und Wadō-Ryū an. Bevor Karate mit Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Wettkampfsport wurde, bildete es sich als Kampfkunst auf den Ryūkyū-Inseln im Ostchinesischen Meer heraus. Die Inseln, von denen die Okinawa-Inseln die bekannteste Gruppe darstellen, wurden 1871 Teil des Kaiserreichs Japan. Auf Japanisch bedeutet „Karate“ „leere Hand“.

Briefmarke Deutschland Sportklettern


Die olympischen Wettkämpfe im Sportklettern tragen jeweils 20 Männer und Frauen aus. Speziell für Olympia wurde der Modus „Olympic Combined“ entwickelt. Er vereint drei Varianten des Sportkletterns, die sonst getrennt praktiziert werden.
Das Olympic Combined besteht unter anderem aus dem Teil „Speed“. Zwei Athleten klettern an einer 15 Meter hohen Wand zweimal nacheinander um die Wette. Wer als erstes oben ist, betätigt einen Buzzer.
Im „Bouldern“ geht es darum, Hindernisse, etwa Felsblöcke, englisch „boulders“, zu bewältigen. Dies geschieht in Absprunghöhe und ohne die Hilfsmittel Kletterseil und-gurt. Beim „Lead“ versucht man, bis zu 20 Meter hohe Wände in einer begrenzten Zeit möglichst weit zu erklettern.

Briefmarke Deutschland Skateboard
Die Geschichte des Skateboarding begann in den frühen 1950er-Jahren, als kalifornische Surfer ihre Tätigkeit auf festen Boden übertrugen, MiNr.: 3543.

Skateboard findet bei den Olympischen Spielen in zwei Disziplinen statt, „Park“ und „Street“. Bei ersterer führen die Sportler Tricks in röhrenartigen Halfpipes, Pools und Rampen vor. In der Variante „Street“ nutzen sie dafür Parcours aus Geländern, Treppen, Bordsteinkanten und Mauerstücken. Insgesamt treten in Tokio 80 männliche und weibliche Olympioniken im Skateboard an.
Tokio richtet zum zweiten Mal Olympische Spiele aus. Bereits 1964 erhielt die japanische Hauptstadt den Zuschlag. Erfolglos bewarb sich Tokio zuletzt für 2016. Neben Karate, Sportklettern und Skateboard feiert auch Surfen seine olympische Premiere. Baseball und Softball kehren 2021 nach den Jahren 1992 und 2008 in das olympische Programm zurück.
Das Markenheftchen mit der Michelnummer MH 120 enthält einen Zusammendruck der drei nassklebenden Sportmotive. Im Philotaxkatalog wird dem Heftchen vom 7. Mai 2020 die Nummer MH 234 zugewiesen. Bei der Niederlassung Philatelie in Weiden gilt die Bestellnummer 151400040.

Entwurf: Thomas Serres nach Vorlagen von Dr. Nils Nöll (80 + 40 Cent), © Dizzo/Getty Images (95 + 45 Cent), © Volodymyr Melnyk/123rf.com (155 + 55 Cent)
Ersttag: 7. Mai 2020
Wert: 80 +40 Cent (Sportklettern), 95 + 45 Cent (Skateboarden), 155 + 55 Cent (Karate)
Michel-Nr.: 3542 (80 + 40 Cent), 3543 (95 + 40 Cent), 3544 (155 + 55 Cent)
Philotax-Nr.: 3416, 3417, 3418
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151400030 (80 + 40 Cent), 151400031 (95 + 45 Cent), 151400032 (155 + 55 Cent), 151400033 (drei Motive)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: je 34,89 x 34,89 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: jeweils Grundfarben der Motive, „Gutes tun Mit Briefmarken helfen“

Europa: Historische Postwege Blockausgabe

Briefmarke Deutschland Historische Postwege
Die EUROPA-Marke 2020 aus Deutschland: Der Block 86 mit der Briefmarke MiNr.: 3545.

Stempel Berlin Historische Postwege

Die „EUROPA-Marken“, die jedes Jahr von den Mitgliedern der Organisation europäischer Postunternehmen, der PostEurop, ausgegeben werden, behandeln 2020 das Thema „Historische Postwege“. In Europa begann die Geschichte der organisierten Übermittlung geschriebener Nachrichten im Mittelalter.
Die Deutsche Post bringt am 7. Mai einen Block heraus, auf dem Kurse der Taxis’schen Reichspost von 1627 dargestellt werden. Auftraggeber der Routen war 1490 Maximilan I., römisch-deutscher König und Kaiser. Die Postwege installierten Mitglieder der Familie de Tasso aus der Lombardei. Die Familie nannte sich ab 1650 von Thurn und Taxis. An Stationen konnten Reiter und Pferde ausgetauscht und die Postsendungen von Bote zu Bote im Stafettensystem weitergeben werden.

Stempel Bonn Historische Postwege

Entwurf: Julia Warbanow mit einer Lithografie August von Willes
Ersttag: 7. Mai 2020
Wert: 80 Cent
Michel-Nr.: 3546
Philotax-Nr.: 3420
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104882
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Grund in hellerem Violett des Motivs, Linien in dunklerem Violett
Entwurf: Michael Kunter
Ersttag: 7. Mai 2020
Wert: 80 Cent
Michel-Nr.: 3545, Block 86
Philotax-Nr.: 3419, B85
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151906047
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 90 x 60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier
DP II

300. Geburtstag Freiherr von Münchhausen

Briefmarke Deutschland Baron von Münchhausen
Der echte Baron, Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, erzählte tatsächlich gerne abenteuerliche Geschichten, MiNr.: 3546.
Stempel Berlin Baron von Münchhausen

Am 7. Mai geht es bei der Deutschen Post um die berühmte Figur des Barons von Münchhausen. Eine Marke, die Julia Warbanow gestaltete, zeigt eine Lithografie August von Willes, Landschafts- und Genremaler der Romantik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die abenteuerlichen Erzählungen des Barons von Münchhausen sind auf der ganzen Welt bekannt, etwa sein Flug auf einer Kanonenkugel, den das Briefmarkenmotiv vom 7. Mai wiedergibt. In der Geschichte des Barons dient ihm das Geschoss zur Auskundschaftung eines feindlichen Heeres.
Im 20. Jahrhundert gelangten die fantastischen Episoden des Barons von Münchhausen auch in das Kino und Fernsehen. Der ungarisch-französische Regisseur Jean Image produzierte 1979 einen Zeichentrickfilm, in den mehrere Münchhausen-Geschichten eingearbeitet sind. Terry Gilliam, der zur englischen Humoristengruppe Monty Python gehörte, drehte in den 1980er-Jahren den Film „The Adventures of Baron Munchhausen“. Gilliams ehemaliger Monthy Python-Kollege Eric Idle sowie Robin Williams wirkten mit. Der Streifen wurde in mehreren Kategorien für einen Oscar nominiert. 2012 spielte der deutsche Schauspieler Jan Josef Liefers den Baron von Münchhausen in einem Weihnachtsfilm für die ARD.
Mehr über den echten Baron von Münchhausen, sein Leben und die Geschichte seiner literarischen Verarbeitung lesen Sie in Dieter Heinrichs Artikel auf Seite 12 Ihrer DBZ 10/2020.

Stempel Bonn Baron von Münchhausen

Entwurf: Julia Warbanow mit einer Lithografie August von Willes
Ersttag: 7. Mai 2020
Wert: 80 Cent
Michel-Nr.: 3546
Philotax-Nr.: 3420
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104882
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Grund in hellerem Violett des Motivs, Linien in dunklerem Violett


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Authored by: Marius Prill

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