Neuheiten Februar 2021: Märchen, Kultur und Religion, Politik und Geschichte

Neuheiten Februar 2021: Märchen, Kultur und Religion, Politik und Geschichte

Am 4. Februar erscheinen die neuen Briefmarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post AG.

Für die Wohlfahrtspflege: Grimms Märchen – Frau Holle

Briefmarke Deutschland Frau Holle

Die Wohlfahrtsmarke zum Märchen „Frau Holle“ trägt die Überschrift „Die Prüfung“, MiNr.: 3585.

Briefmarke Deutschland Frau Holle

Motiv mit dem Titel „Die Besinnung und Sehnsucht“, MiNr.: 3586.

Im Vorjahr ging es bei den Wohlfahrtsmarken der Deutschen Post um „Der Wolf und die sieben Geißlein“. 2021 wird das Märchen „Frau Holle“ der Brüder Grimm behandelt.
Die Entwürfe für die drei Zuschlagsmarken stammen von Michael Kunter. Er studierte Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin (UDK) und an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag. Kunter gestaltete bereits die Wohlfahrtsmarken vom 7. Februar 2019 (MiNr. 3438–3440). Sie stellten das Grimm’sche Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ dar. 2007 schuf Kunter das Motiv zu einer Briefmarke zum 125. Geburtstag des Komikers Karl Valentin. 2014 erhielt er vom Bundesministerium der Finanzen den Auftrag für einen Wert anlässlich des 50. Jubiläums der Deutschen Jugendfeuerwehr. Auch die Sondermarken „200 Jahre Oktoberfest“ und „125 erster bayerischer Gebirgstrachtenverband“, veröffentlicht am 9. September 2010 und am 11. Juni 2015, entwarf Kunter. Am Ersttag 14. Juli 2011 zeigte die Ausgabe „125 Jahre Mecklenburgische Bäderbahn Molli“ eine Arbeit des Grafikers.
Mehr über das Märchen „Frau Holle“ erfahren Sie in Birgit Freudenthals Artikel auf den Seiten 18 und 20 Ihrer DBZ 3/2021.

Briefmarke Deutschland Frau Holle

„Die Wiedergeburt“, MiNr.: 3587.

Entwurf: Michael Kunter
Ersttag: 4. Februar 2021
Wert: 80 Cent + 40 Cent, 95 Cent + 45 Cent, 155 Cent + 55 Cent, 470 Cent (drei Motive)
Michel-Nr.: 3585–3587, 3591 (selbstklebend), MH 121
Philotax-Nr.: 3460–3462, 3466, MH 237
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151500043 (80 Cent + 40 Cent), 151500044 (95 Cent + 45 Cent), 151500045 (155 Cent + 55 Cent), 151500046 (drei Motive), 1515 008581 (Markenheftchen), 151505952 (Markenbox)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: je 34,89 x 34,89 mm (auch selbstklebend)
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: „Gutes tun Mit Briefmarken helfen“, weißer Grund (alle), violette Blätter und Früchte (80 + 40 Cent), blaue Daunen (95 + 45 Cent), Goldpartikel (155 + 55 Cent)

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland:

Briefmarke Deutschland 1700 Jahre Jüdisches Leben

Ein verbreiteter und beliebter Trinkspruch in hebräischer Sprache lautet „Le Chaim“. Die deutsche Übersetzung ist „Auf das Leben!“, MiNr.: 3588.

Stempel aus Berlin 1700 Jahre jüdisches Leben in DeutschlandEin Edikt Kaiser Konstantins vom 11. Dezember 321 gilt als früheste erhaltene Quelle, die dokumentiert, dass Juden im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland lebten. Die Verordnung des römischen Herrschers erlaubte, dass Juden Ämter in der Verwaltung der Stadt Köln ausüben durften. Eine Handschrift des Dokuments, die aus dem frühen Mittelalter stammt, wird im Vatikan aufbewahrt.
Insgesamt mehr als 1000 Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge, Musik, Theater, Tanz und Lesungen in der ganzen Bundesrepublik sowie Publikationen begleiten 2021 das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in
Deutschland“. Sie zeigen und informieren darüber, wie Juden seit mindestens 1700 Jahren die Gesellschaft und Kultur in Alltag und Wissenschaft im Bereich des heutigen Deutschlands mitgestaltet haben.
Für die Planung und Organisation der Veranstaltungen wurde am 18. April 2018 der Verein „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.“ gegründet. Er soll das Bewusstsein über die Bedeutung der jüdischen Kultur und Geschichte für Europa und Deutschland fördern und sichern. Man möchte politische, kulturelle und interreligiöse Debatten anregen. Außerdem geht es darum, dem Antisemitismus entgegenzuwirken. Stattdessen engagiert sich der Verein für Offenheit, Wertschätzung und Toleranz sowie ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen.
Bei den Veranstaltungen des Jahres 2021 kooperiert der Verein mit vielen Institutionen, den Städten Köln und Hamburg, den Ländern Baden-Würtemberg und Sachsen-Anhalt sowie dem öffentlich-rechtlichen Hörfunksender „Deutsche Welle (DW)“. Auch unterstützt die Bundesregierung den Verein „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fungiert als Schirmherr des Festjahres, das unter dem Namen „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ stattfindet. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.“ gehören der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, sowie der stellvertretende Vorsitzende, Abraham Lehrer, der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Professor Dr. Thomas Sternberg, und der Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags 2019, Hans Leyendecker. Desweiteren zählen der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker dazu. Auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland ist Vereinsmitglied.
Die Deutsche Post beteiligt sich am Festjahr mit einer Sondermarke. Der Designer Detlef Behr entwarf ein Motiv, welches die hebräischen Buchstaben „chet“ und „jod“ zeigt. Zusammen ergeben sie das Wort „Leben“. Außerdem steht auf dem Wert vom 4. Februar „CHAI – AUF DAS LEBEN!“.

Stempel Bonn 1700 Jahre jüdisches Leben in DeutschlandEntwurf: Detlef Behr
Ersttag: 4. Februar 2021
Wert: 80 Cent
Michel-Nr.: 3588
Philotax-Nr.: 3463
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104911
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weißer und gelber Grund, „32120“

150. Geburtstag Friedrich Ebert:

Briefmarke Deutschland Friedrich Ebert

Stempel Berlin Friedrich EbertZur Würdigung und Erinnerung an den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert, erscheint am 4. Februar 2021 eine Sondermarke. Anlass ist der 150. Geburtstag des Sozialdemokraten am Tag der Ausgabe.
Das Postwertzeichen wurde von Matthias Wittig gestaltet. Der Grafikdesigner betreibt in Berlin die Agentur „fernkopie – Kommunikation und Gestaltung“. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Editorial Design, die Gestaltung von Büchern, Zeitschriften und Magazinen, sowie Corporate Design des Erscheinungsbilds und Auftritts von Unternehmen. Wittig entwarf 2013 einen Wert zum 800. Jubiläum der Stadt Dessau (MiNr. 3019). Im gleichen Jahr setzte sich sein Motiventwurf zum Thema „250 Jahre Frieden von Hubertusburg“ im Wettbewerb um die Gestaltung einer Sondermarke durch, den das Bundesministerium der Finanzen ausgeschrieben hatte (MiNr. 2985).
Lesen Sie mehr über Friedrich Ebert in Kai Böhnes Artikel auf Seite 14 Ihrer DBZ 3/2021.

Stempel aus Bonn Friedrich EbertEntwurf: Matthias Wittig, Foto © akg-images
Ersttag: 4. Februar 2021
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3589
Philotax-Nr.: 3464
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104908
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Joh. Enschedé Stamps B. V., Haarlem
Größe: 33 x 39 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weißer Grund, Teile des Fotos von Friedrich Ebert aus dem Markenmotiv

Digitaler Wandel:

Briefmarke Deutschland Digitale Briefmarke

Die erste digitale Briefmarke der Deutschen Post, MiNr.: 3590.

In der Wirtschaft und im Alltag benutzt man heute vielfältige digitale Mittel, bezahlt in Geschäften oder im World Wide Web beispielsweise ohne Bargeld. Die Deutsche Post führt 2021 Briefmarken ein, die einen Matrixcode aufweisen. Dadurch kann die Sendung von Briefen verfolgt werden. Zusätzlich ist es möglich, Informationen über die technischen Daten und die Motive von Postwertzeichen abzurufen.

Stempel aus Berlin Digitale Briefmarke

Entwurf: Jan-Niklas Kröger, Jennifer
Dengler, Foto @ VAlex/stock.adobe.com
Ersttag: 4. Februar 2021
Wert: je 80 Cent
Michel-Nr.: 3590, 3592 (selbstklebend), FB 104
Philotax-Nr.: 3465, 3467, MH 238
Bestell-Nr. NL Philatelie: 151104909, 1523 02015 (Folienblatt)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55 x 30 mm (auch selbst klebend)
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Orange-Rot und Blau des Markenmotivs, „Jetzt neu: Briefmarken, die mehr können als Porto.“, „Weitere Infos unter: deutschepost.de/die-briefmarke“Stempel aus Bonn Digitale Briefmarke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Authored by: Marius Prill

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