Deutsche Post: Porterhöhung zum 1. Januar

Deutsche Post: Porterhöhung zum 1. Januar

Bekannt war das Verlangen der Deutschen Post nach einer Portoerhöhung schon seit Monaten, jetzt ist es offiziell: Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 soll die Beförderung eines Standardbriefes im Inland 85 Cent statt wie bisher 80 Cent kosten und das Porto für eine Postkarte um 10 Cent auf künftig 70 Cent steigen. Dies teilte die Deutsche Post am 6. Oktober per Pressemitteilung mit. Grundlage der geplanten Preiserhöhung sei die am gleichen Tag veröffentlichte beabsichtigte Entscheidung der Bundesnetzagentur in dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren für die Genehmigung der Briefpreise für die kommenden drei Jahre. Demnach könne die Deutsche Post den Durchschnittspreis aller dem Verfahren unterliegenden Produkte voraussichtlich um 4,6 Prozent erhöhen.

Erhöhung um 5 Cent

Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur werden die Produkte Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief zum 1. Januar 2022 jeweils fünf Cent teurer. Außerdem werden die Preise für das Einschreiben und Einschreiben Einwurf um 15 Cent erhöht auf 2,65 Euro bzw. 2,35 Euro. Auch die Preise für die Bücher- und Warensendung werden moderat um fünf Cent angepasst auf dann 1,95 Euro für die „Bücher- und Warensendung 500“ und 2,25 Euro für die „Bücher- und Warensendung 1000“.
Darüber hinaus sind Veränderungen beim Nachsendeservice geplant. Grund für die Preisanpassungen seien Kostensteigerungen durch höhere Lohn- und Transportkosten sowie die in den vergangenen Monaten stark gestiegene Inflationsrate. Auch die Pandemie sei ein Kostentreiber.

Genehmigung vermutlich Anfang Dezember

Auch nach der Preiserhöhung wird das deutsche Porto zu den günstigen in Europa zählen. Nach einem aktuellen Briefpreisvergleich der Deutschen Post unter den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien betrage der europäische Durchschnittspreis für den Standardbrief 1,17 Euro. Voraussichtlich im November wird die Bundesnetzagentur die endgültige Entscheidung beschließen. Unmittelbar danach wird die Deutsche Post die Genehmigung der ab 1. Januar 2022 geltenden Briefpreise bei der Behörde beantragen. Mit einer Genehmigung der Entgelte ist Anfang Dezember 2021 zu rechnen.


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Authored by: Udo Angerstein

There are 2 comments for this article
  1. Uwe Kensing at 17:11

    Wurde bei der Durchschnittspreisermittlung für Standardbriefe berücksichtigt, dass z.B. in Belgien und Luxemburg Standardbriefe bis 50g wiegen dürfen und in Luxemburg das Format bis DIN B-5 reicht?

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