Eine Attraktion für Sporttaucher

Eine Attraktion für Sporttaucher

Wenn Schiffe sinken, beginnt für die betroffene Besatzung ein Kampf ums Überleben. Häufig können nur wenige Menschen gerettet werden. Als im August 2000 das damals modernste Atom-U-Boot der russischen Nordflotte nach einer Havarie während einer Übung in der Barentssee sank, verloren sämtliche 118 Besatzungsmitglieder ihr Leben. Beim Untergang der senegalesische Passagierfähre Le Joola im September 2002 kamen über 1800 Menschen zu Tode.

Knapp 3000 Tote

Im September 2011 ging die völlig überladene Fähre Spice Islander I auf dem Weg von der Insel Unguja zur Insel Pemba vor der tansanischen Küste unter, knapp 3000 Menschen starben. Nach Augenzeugenberichten soll das Schiff bereits durch Frachtgut stark überladen gewesen sein. Auf dem für rund 650 Passagiere konzipierte Schiff befanden sich fünfmal mehr Menschen als vorgesehen.

Wenn Schiffe im Zuge von Kriegshandlungen versenkt werden, ist das menschliche Leid oft noch größer. In einem Fall war dies anders.

Empfang von Staatsgästen

Nach dem Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien wurde das einstige Flaggschiff der Kriegsmarine, die Vis, außer Dienst gestellt. Auf dem 1956 erbauten und nach einer kroatischen Insel benannten Schiff hatte Staatspräsident Josip Broz Tito in den 1960er und 70er Jahren internationale Spitzenpolitiker und Staatsgäste empfangen.

Im Mai 2016 wurde die zwischenzeitlich an einen Privatmann verkaufte Vis in den Küstengewässern im Süden der kroatischen Halbinsel Istrien versenkt. In 30 Metern Tiefe soll sie fortan Wrack- und Sporttauchern als attraktive Kulisse dienen.

Untergang ohne Verletzte

Der ehemalige Kapitän Zdenko Simicic verfolgte die geordnete und vorbereitete Zündung von zwei Sprengladungen. Simicic freute sich, dass es durch den geordneten Untergang zu keinen Personen- oder Sachschäden kam und äußerte: „Die Taucher werden das Wrack lieben.“

Ein Jahr nach dem Vollzug dieses geplanten Untergangs ist das Ereignis der Kroatischen Post einen Sonderstempel wert. Belege müssen bis zum 15. März vor Ort eingegangen sein. Abgabe gegen Einsendung eines adressierten Umschlag bei Croatian Post Philately, P.O. Box 514, HR-10002 Zagreb, Croatia. Die Sendung sollte mit dem Hinweis „For Cancellation“ (Zur Abstempelung) enthalten. Geben Sie bitte auch die Stempelnummer 54162 an. Das Porto für eine Karte und Brief beträgt 7.60 Kuna.


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Verfasst von: Kai Böhne

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